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Tour 506 - Hasenöhrl / L'Orecchia di Lepre,
Hohe Marchegg / Monte Confinale

Südtirol Ortleralpen Marteller Hauptkamm
Alto Adige Gruppo dell'Ortles

Bergtour Route Tarscher Alm - Hohe Marchegg über O-Rücken auf und SW-Rücken ab - Blaue Schneid - Hasenöhrl über N-Grat (I) auf und ab Gesamtaufstiegshöhe (m) 1370 Tage 1 Verhältnisse spätsommerlich gut

Name Max
(m)
Min
(m)
Aufstiegs-
höhe (m)
 Aufstiegs-
zeit (h)
 Schwierig-
keit [1]
 Prominenz
(m)
[2]
 Dominanz
(m)
[3]
Eigenstän-
digkeit
 [4]
Hohe Marchegg 2551 1940 620 1:15 BW1 44 490 5
Hasenöhrl 3257 2507 750 2:30 G1 369 7500 2
Tarscher Pass

Hasenöhrl vom Tarscher Pass.

Am Vorgipfel P 3026: Der Nordgrat zwischen Kuppelwieser Ferner (links) und Hasenohrferner (rechts), darüber der Gipfel.

Nordgrat

 

Gipfelpanorama im Westen

Gipfelpanorama im Westen von Königsspitze (links) und Ortler (Mitte links) über Vertainspitze (Mitte) bis Laaser Spitze (Mitte rechts). Den Mittelgrund nimmt das Kleine Hasenöhrl ein.

 

Blick zu den Ötztaler Alpen

Gipfelpanorama im Norden mit den Ötztaler Alpen von Weißkugel (Mitte links) bis Similaun (Mitte rechts).

 

Blick zum Ilmenkamm

Panorama im Südosten mit dem Ilmenkamm über dem Ultental. Links steht die Hochwart, über den Köpfen der Gipfelgäste die Ilmenspitz. Den Horizont markieren Dolomiten und Brentagruppe.

 


Ansicht aus Norden

Ansicht aus Norden vom Anstieg zur Vermoispitze.

Anfahrt aus Norden bzw. Westen über den Reschenpaß, aus Osten über Meran in den Vinschgau / Val Venosta nach Latsch / Laces. Von dort nach Süden über Tarsch zum Sessellift unterhalb der Tarscher Alm. Per Lift zur Alm auf 1940m (s.a. Bing Maps, Wetter bei weather.com).

Von der Tarscher Alm über Fahrweg (bez. mit 2A) nach Südosten durch ein Kar zur Zirmruanhütte hinauf. Vor der Hütte nach rechts und durch grasbewachsenes Schrofengelände ans große Wetterkreuz neben P 2436. Weiter über Pfad Nr. 11, der geradeaus durch Wiesen nach SSW zum Tarscher Pass / Passo di Tarres auf 2517m führt (1:10, s. oberes Bild). Nun nach rechts über einen sanften Schrofenrücken, die Hohe Marchegg, zum nächsten Sattel, dem Latscher Joch / Passo di Laces auf 2507m. Dort, neben den Ruinen einer Wasserleitung (Kulturdenkmal), quert man den Wanderweg der von der Kuppelwieser Alm aus dem Ultental herauf führt. An einer Schäferhütte vorbei geht es auf den Felsrücken empor der nun in mehreren Stufen ansteigend bis an die Blaue Schneid (2915m, 1:20) führt. Der höchste Punkt dieses kuppigen Gratknotens wird nicht berührt, man durchquert eine kleine Senke um an den Fuß des markanten Vorgipfels P 3026 zu gelangen. Die Steigspur führt geradewegs über den breiten, mittelsteilen Grat hinauf, am Abzweig des Weges Nr. 14 "Zwölferkreuz" vorbei.
Hinter P 3026 (große Steindaube, s. zweites Bild) verschärft sich der Grat deutlich. Der erste flache Abschnitt mit einem markanten Aufschwung wird rechts umgangen (mit Ketten gesichert), danach steigt man direkt auf der mittelsteil empor ziehenden Schneide (Klemmblöcke und -platten, I) weiter. Gipfelwärts lehnt sich der wieder breitere Grat zurück, wird gar zu einem runden Rücken. Der höchste Punkt des Hasenöhrl mit Kreuz und Buch ist nach 1:15 erreicht.
Abstieg: Zurück bis zur Wegegabel an der verfallenen Wasserleitung in 1:45. Nun nicht übers Marchegg zum Tarscher Pass, sondern über Nr. 2A auf der ebenen Trasse eines verfallenen Waales über die Nordwestflanke des Marchegg direkt zum Wetterkreuz bei P 2436. Von dort wieder über die Zirmruanhütte. An der Tarscher Alm ist man in 1:15.

  • Im Nationalpark Stilfser Joch gelegen.
  • Das Hasenöhrl ist ein deutlich herausgehobener Hauptgipfel im Nordosten der Ortleralpen. Es erhebt sich mit sehr weit ausladender Basis zwischen Martell- und Ultental. Die Hohe Marchegg ist als langer Kammzug nur ein unauffälliger Nebengipfel und wird wohl kaum als Einzelziel aufgesucht.
  • Durchaus beliebtes Tourenziel, auch wegen der einfachen (allerdings oft langen) Zustiege aus beinahe allen Himmelsrichtungen.
  • Landschaftlich besonders reizvolle und abwechslungsreiche Tour Besonders empfehlenswert. Anfangs lichter Lärchenwald, später sanftes, grünes Schrofengelände. Tief unter dem hier begangenen Nordgrat finden sich beiderseits Gletscher, Hasenohrferner und Kuppelwieser Ferner (letzterer ist allerdings schon mit viel Schutt bedeckt), die nicht betreten werden müssen.
    Für die Gipfelrast auf guten Sitzfelsen sollte man viel Zeit mitbringen: die Aussicht belohnt mit dem gesamten Hauptkamm der Ötztaler Alpen (besonders schön Weißkugel und Similaun), den Dolomiten in der gesamten Nord-Süd-Ausdehnung (besonders bestechend Marmolada-Südwand im Profil), Brentagruppe und Presanella. Innerhalb der Ortleralpen fesseln die bedeutenden Nachbarn Zufrittspitze und Hintere Eggenspitze sowie der gesamte Raum von Monte Cevedale bis Ortler.
    Beim Abstieg kann man streckenweise die verfallene Trasse eines Jochwaales nutzen. Die 2500 Meter lange Strecke, die auch über ein Aquädukt führt, leitete ab 1868 Wasser von der Kuppelwieser Alm zu den Vinschgauer Hanglagen (hoher Wasserverlust wegen technischer Unzulänglichkeiten machte das Projekt alsbald unrentabel).
  • An Wochenenden Übernachtungsmöglichkeit auf der Tarscher Alm (privat).
  • Abweichende Schreibweise: Hasenohr.

 

  • Einfache Wegstrecke (7.0 Kilometer) zum Download als GPX-Datei.

Fotos: Thehighrisepages.de

 

   

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