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Tour 479 - Monte Cristallo, Payerspitze, Geisterspitze

Lombardei Ortleralpen Kristallkamm
Lombàrdia Gruppo dell'Ortles

Hochtour Route Stilfser Joch - Passo di Sasso Rotondo - Monte Cristallo über O-Grat auf und ab - Passo di Sasso Rotondo - Geisterspitze (mit Payerspitze) über SW-Flanke auf und NW-Flanke ab - Stilfser Joch Gesamtaufstiegshöhe (m) 840 Tage 1 Verhältnisse frühjahrshaft

Name Max
(m)
Min
(m)
Aufstiegs-
höhe (m)
 Aufstiegs-
zeit (h)
 Schwierig-
keit [1]
 Prominenz
(m) 
[2]
 Dominanz
(m) 
[3]
Eigenstän-
digkeit
 [4]
Monte Cristallo 3434 2758 680 2:25 G2 99 1100 4
Payerspitze 3446 3335 110 1:35 G1 21 500 6
Geisterspitze 3467 3425 50 0:20 G1 158 1050 4
Anfahrt aus Norden (Reschenpaß) und Osten vom Vinschgau über Gomagoi, aus Westen von der Schweiz übers Engadin, Ofenpass und Umbrailpass zum P am Stilfser Joch / Passo di Stelvio auf 2758m (s.a. Bing Maps, Wetter bei weather.com).

Von der Passhöhe (2758m) auf Fahrstraße zwischen Parkplätzen hindurch nach Südsüdost. Stets nahe der Seilbahnmasten über die breite Schipiste höher bis zur Livriohütte / Rifugio Monte Livrio. Auf der nun flachen Piste in gleicher Richtung weiter, an der Westflanke der Geisterspitze vorbei durch eine Einsenkung und darauf zum wenig höheren Gletscherjoch Passo di Sasso Rotondo (1:45, 3335m, Schilift).
Vom Joch nach rechts über den zunehmend schärferen Ostgrat, nach halber Strecke über eine felsige Einkerbung und Stufe hinweg, zum flachen Gipfelkamm des Monte Cristallo (0:40).

Nordflanke des Monte Cristallo

Vor der Nordflanke des Monte Cristallo.

 

Am Gipfelkamm des Monte Cristallo

Am Gipfelkamm des Monte Cristallo: Aussicht im Osten mit Ortler (links), Königsspitze (Mitte rechts) und Monte Cevedale (rechts). Davor der flache Bergrücken der Geisterspitze.

 

Val Zebrù

Blick über die Südwand hinab ins Val Zebrù. Gegenüber (im Bildmittelgrund) steigt der Confinale-Kamm empor, den höchsten Punkt am Monte Confinale (rechts vorne) erreichend. Den Horizont bilden die höheren Gletschergipfel des Cevedale-Vioz-Kammes.

 

An der Payerspitze

Blick an der Payerspitze gegen Osten zu Ortler (links) und Königsspitze (rechts).
Unter der Bildmitte findet sich der Passo di Campo (3346m). Links davon steigt die Tuckettspitze (3462m), rechts der Nordwestgipfel P 3480 der Kristallspitzen empor.

 

Monte Cristallo

Die Nordflanke des Monte Cristallo. Links außerhalb des Bildes der Passo di Sasso Rotondo, unten das Schigebiet.

Stilfser Joch.

Stilfser Joch

Zurück zum Joch (0:30) und jenseits kurz nach links am Fuße der Geisterspitze entlang. Zwischen zwei kaum ausgeprägten Felsrippen im Firn senkrecht hinauf (fast 40o), darüber im flacheren Firnhang mehr nach rechts. Dort gelangt man zum Beginn einer Firnschneide die zuletzt waagrecht zum Gipfelkreuz leitet.
Vor dem felsigen Gipfel bietet sich noch ein kurzer Abstecher nach rechts, Südosten, zur völlig überfirnten Payerspitze (3446m) an. Dazu durch eine breite Einsenkung und den flachen Nordwesthang zum höchsten Punkt (1:05).
Vom Gipfel der Geisterpitze (0:20) dann über die Nordwestflanke (Blockschutt) zum Schilift auf etwa 3340m und weiter zur nahen Schipiste. Am Stilfser Joch ist man nach 1:30.

 

  • Der deutsche Name für den Monte Cristallo ist Hohe Schneid. Höhe nach dt.-österr. Vermessung 3431m.
  • Auf dem 850m langen und durchwegs schmalen Ostgrat des Monte Cristallo bewegt man sich ständig dicht über der 40-50o steilen und vollkommen vergletscherten 250m hohen Nordwand. Über die felsige, größtenteils senkrechte Südwand ragen heikle Wächten.
  • Die Payerspitze kann mit einer Schartenhöhe von kaum 20m keinesfalls als Gipfel gelten. Sie ist aber ein lohnender Aussichtspunkt.
  • Wegen des Zustiegs über die Schipiste ist diese Tour gut geeignet bei schlechten Schnee- bzw. Firnverhältnissen. Die Szenerie abseits des Schibetriebs ist ungemein beeindruckend: Nach Süden zum Valle dello Zebrù fällt der steile Gratzug über 1500m tief ab, in Richtung Ortler bildet der Gratzug mit Trafoier Eiswand und Thurwieserspitze besonders dramatische Gipfel aus.
  • Das Stilfser Joch ist der zweithöchste im Transitverkehr befahrbare Alpenübergang. Es gilt vielen als der beeindruckendste Alpenpass. Aus Osten, von Gomagoi her, sind dabei in unmittelbarer Abfolge 48 Haarnadelkurven zu überwinden. Auf seiner Westrampe hinab nach Bormio liegen 39 Kehren, die sich hier allerdings über mehrere getrennte Abschnitte verteilen. Daher ist der Pass bei Motorradfahrern gerühmt.
    Oben ist man wie auf keinem zweiten Pass von zahlreichen Hotelbauten, Seilbahn- und Liftanlagen, Restaurantbetrieben und Andenkenläden umgeben (s. unterstes Bild). Gegenüber steigt aus tiefen Tälern mit Zirbenbeständen der stark vergletscherte Ortler (3905m) auf. Die Landschaft an der Westrampe Richtung Bormio zeigt einen völlig anderen Charakter: zunächst völlig einsame Hochalmflächen, darunter eine Schlucht zwischen gewaltigen Felsfluchten.
  • Die Passstraße wurde in den Jahren 1820 bis 1826 von Österreich als Verbindung zur Lombardei angelegt, die vom Wiener Kongress zugesprochen worden war. Später, nach 1859, wurde das Stilfser Joch zum Grenzpass zwischen Österreich und Italien. Seit Ende des I. Weltkrieges gehört der Pass gänzlich zu Italien.
  • Höchster Alpenübergang ist der Col de l'Iseran in den französischen Alpen.

 

  • Gesamter Weg (11.2 Kilometer) zum Download als GPX-Datei.

Fotos: Thehighrisepages.de

 

   

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