Tour 449 - Roggelskopf
Vorarlberg Lechtaler Alpen Lechquellengebirge
Bergtour Route Formarinalpe - Freiburger Hütte - NO-Grat (I,
Stelle II) Gesamtaufstiegshöhe (m) 520
+ 100 im Abstieg Tage 1 Verhältnisse herbstlich,
in Wolken, dünne Neuschneeauflage
Max
(m) |
Min
(m) |
Aufstiegs-
höhe (m) |
Aufstiegs-
zeit (h) |
Schwierig-
keit [1] |
Prominenz
(m) [2] |
Dominanz
(m) [3] |
Eigenstän-
digkeit [4] |
| 2284 |
1830 |
520 |
2:20 |
G2 |
214 |
1680 |
3 |
|
| Anfahrt über Lech und Zug
ins oberste Lechtal zur Formarinalpe kurz vor dem Formarinsee (s.a. Google
Maps, Wetter bei weather.com). Vom P an der Formarinalpe (1871m) entweder rechts des Sees auf breitem
Fahrweg mit etwa 40hm Verlust oder links über den reizvolleren "Felsensteig"
unter den Schrofen des Formaletsch entlang zur Freiburger Hütte auf
1918m (0:30). Hinter der Hütte rechts dem Hinweis "Braz, Roggelskopf" nach. Der
Pfad führt im Auf und Ab die grasbewachsene obere Südostflanke des wild bewegten
Verbindungsrückens entlang. Später, an der letzten Einschartung auf etwa 2250m wo der
steile und durchweg ausgesetzte Gipfelgrat ansetzt (s. oberes Bild), geht es nach rechts
auf die Nordwestseite. Hier führt auch der Anstieg von Braz im Klostertal
herauf. Nun direkt am Fuß der ersten sehr hohen Felsbank höher. An einer Nische vorbei
und darüber nach links eine markante Rinne hinauf. Vor deren Ende nach links über eine
knapp 4m hohe senkrechte Stufe (II) aussteigen. Darüber geht es auf abschüssigen Platten
(Drahtseile) zum Grat wo eine Reihe hoher Felsstufen (I, Drahtseile) folgt. Oben schräg
rechts die steile Fels- und Schuttflanke höher. Den Gipfelkopf gewinnt man von rechts
über einen exponierten Felsblock (I+). Am Kreuz steht man nach 1:50.
Abstieg auf dem Anstiegswege; zur Hütte in 1:30, zum P in 0:30. |
 Gipfelaufbau.
Gesamtansicht aus Nordosten.

Fotos: Thehighrisepages.de |
- Steiles Felshorn, aufgebaut aus mächtigen, geneigten Schichtstufen. Der Name leitet
sich von Rocca, Fels, ab.
- Die knapp 40hm des Gipfelgrates werden durchweg in der schattigen Nordwestseite
begangen. Bei Nässe heikel. Bei Glätte etwa durch Rauhreif unbedingt abzuraten. Die
meist haltlosen Felsbänke enden sämtlich über senkrechten Abstürzen.
Sicherungsmöglichkeiten nur an wenigen Stellen.
- Maut für die Stichstraße ins oberste Lechtal: EUR 10,-. P nur an wenigen Stellen. In
der Hauptsaison ist die Straße tagsüber gesperrt und es verkehrt ein Bus. Bei schönem
Wetter muss man auf der stündlich (im Sommer halbstündlich) verkehrenden Linie Lech -
Formarinsee mit überfüllten Bussen rechnen.
- Im Vergleich des obersten Gipfelbereichs zum viel größeren, aber ähnlich aufgebauten Birnhorn (Leoganger Steinberge) ist der Roggelskopf als
schwieriger und ausgesetzter einzustufen. Auch die Rote Wand,
ebenfalls am Formarinsee gelegen, ist als leichter anzusehen.
- Tour alleine begangen.
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