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Tour 431 - Sackhorn, Elwertätsch

Wallis / Valais Berner Alpen Balmhorngruppe

Hochtour Route Kopfstation Lauchernalp-Seilbahn - Weritzalm - Tennbachgletscher - Versuch Sackhorn über SO-Couloir (I+) auf und ab - Tennbachgletscher - Elwertätsch über SW-Rücken auf und ab Gesamtaufstiegshöhe (m) 1440 (1280) Tage 1 Verhältnisse frühsommerlich gut

Name Max
(m)
Min
(m)
Aufstiegs-
höhe (m)
 Aufstiegs-
zeit (h)
 Schwierig-
keit [1]
 Prominenz
(m) 
[2]
 Dominanz
(m) 
[3]
Eigenstän-
digkeit
 [4]
Sackhorn
(abgebr.)
3204
(3050)
1960
 
1250
(1090)
4:10
(3:40)
G2 46 2000 4
Elwertätsch 3208 3020 190 0:40 G1 40 500 5
Doldenhorn und Blüemlisalp

Vom benachbarten Hockenhorn: Doldenhorn und Blüemlisalphorn.

Blüemlisalphorn vom Gipfel des Elwertätsch. Im Hintergrund rechts ist noch das Gspaltenhorn zu sehen.

Blüemlisalphorn

 

Petersgrat

Weiter nordöstlich folgen aufgereiht so unterschiedliche Berggestalten wie das Birghorn (Mitte links), der völlig vergletscherte Petersgrat, das Tschingelhorn (Mitte rechts) und schließlich das Breithorn (rechts).

 

Doldenhorn

Doldenhorn vom Gipfel des Elwertätsch.

Blick nach Süden aufs Bietschhorn.

Bietschhorn

 

Balmhorn und Altels

Zwei mächtige Nachbarn im Westen, Balmhorn und Altels. Links ragt das Hockenhorn auf.

Anfahrt aus dem Rhônetal über das Lötschental nach Wiler. Per Seilbahn zur Kopfstation Lauchernalp auf 1960m (s.a. Bing Maps, Wetter bei weather.com).

Von der Kopfstation der Lauchernalp-Seilbahn auf ebenem, bez. Weg nach rechts, Osten, Richtung "Weritzalm" (in der LKS: Weritzstafel). Nach 0:30, die Häuser der Alm bereits in Sichtweite, erreicht man in einer weiten Hangmulde den Abzweig "Berghaus Lauchern, Touristenlager". Hier links ab, ein kurzes Stück den bez. Pfad in Gegenrichtung den Hang entlang und dann weglos über steile Weidehänge zu einem markanten Schrofenhang (in der LKS25: Glaiwina) hinauf. Links neben den Schrofen stößt man auf einen weiteren bez. Pfad, der über sie hinweg eben nach rechts führt. Direkt über den Schrofen geht es wieder weglos über einen steilen Grasrücken zu einem Aussichtspunkt mit Kreuz (etwa 2300m, Blick aufs Bietschhorn) hinauf. Man befindet sich nun in der weiten, mittelsteilen Hangmulde zwischen den beiden Felskämmen, die links und rechts vom Sackhorn herabziehen (links mit den Felszacken Stieltihorn und Spalihorn, rechts der Felsgipfel Tennbachhorn). Nun generell nordwestwärts, zu Beginn ungefähr in der Mitte der Mulde: Vom Kreuz über kuppige, kaum mittelsteile Grashänge, die zunehmend von unschwierigen Schrofen und Felsbänken durchsetzt sind. Teilweise finden sich Pfadspuren, in größeren Abständen auch Steindauben. Die Route, sie führt an einigen Seelein vorbei, bleibt dabei links von den Abflüssen des Tennbachgletscher und nähert sich allmählich der linken Muldenhälfte, in Richtung des Sackhorn-Gipfelkreuzes.
Den welligen Flankengletscher betritt man am besten links vor dem Gipfel und traversiert deutlich ansteigend unter den Felsen vorbei zum Ansatz des breiten Couloirs (3:00), das rechts vom Gipfel herabzieht. Durch das SSO-exponierte, oben annähernd 50o steile Couloir hinauf zu einem Felsjoch (grobes Blockwerk, I+) und nach links über den breiten Ostrücken zum Kreuz (Abbruch auf halber Höhe wegen ungünstiger Schneeverhältnisse).
Weiter zum Elwertätsch: Vom Felsfuß nach Nordosten, den Tennbachgletscher von 3000m über einen Steilaufschwung bis auf 3120m entlang. Darauf befindet man sich an einem flachen Gletschersattel (Tennbachlücke) mit Blick über den Kanderfirn zu den Wänden der Blüemlisalp. Nach dem Sattel über den sanften Südwestrücken (feiner Verwitterungsschutt) zum flachen, völlig unmöblierten Gipfel-Felskamm (0:40).
Abstieg auf der Anstiegsroute (2:50); unterhalb des Sackhorn-Gipfelkreuzes angelangt stets genau Richtung Bietschhorn-Gipfel halten.

  • Unterhalb des Tennbachgletscher wegloses, sehr ruhiges Tourengebiet. Im Winter etwas öfter besucht.
  • Der Gipfelkamm liegt im Gebiet des UNESCO-Welterbe Jungfrau-Aletsch-Bietschhorn.
  • Die gesamte Wegstrecke führt über früh besonnte Südosthänge. Wenn man die Seilbahn nutzt (Talstation auf 1400m), kommt man oben nicht vor 8:40 los.
  • Befindet man sich auf der Kammhöhe, ist die Aussicht grandios. Der gesamte Bergzug vom Hockenhorn über Sackhorn bis Petersgrat befindet sich zwischen zwei langen und äußerst tief eingeschnittenen Tälern. Im Norden, jenseits des Kanderfirn liegen vis-à-vis die riesigen Wandfluchten von Doldenhorn und Blüemlisalp, im Süden thront über dem Lötschental das gewaltige, 3934m hohe Bietschhorn.
  • Die Kopfstation der Seilbahn liegt auf etwa 1960m. Die Berghütte der Lauchernalp (privat) liegt etwas höher auf 2104m.
  • Das gesamte Lötschental mit seinen vier Ortschaften leidet an großer Beengtheit. Die touristische Infrastruktur zeigt offenkundig, das Kurzurlauber nicht zur Zielgruppe gehören. In der Mehrzahl Ferienwohnungen, einige altertümliche Hotels, fast keine Fremdenzimmer. Einige Einkaufsmöglichkeiten des täglichen Bedarfs (bis max. 18:00), Alternativen findet man lediglich im etwa 20 Kilometer entfernten Rhônetal. Parken ist ausschließlich in wenigen beengten und teuren Parkhäusern möglich. Die Busverbindungen sind zwar recht gut, aber dann werden Armbanduhr und Fahrplan (u.U. vorher aus dem Ausland zu besorgen) zu den wichtigsten Utensilien bei Hochtouren.

 

  • Einfache Wegstrecke (6.9 Kilometer) zum Download als GPX-Datei.

Fotos: Thehighrisepages.de

 

   

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