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Tour 422 Schneeschuhtour- Rheinwaldhorn, Furggeltihorn

Graubünden / Grischun Adula-Alpen Rheinwaldhorngruppe

Schneeschuhhochtour Route Zerfreilahaus - Läntahütte - Rheinwaldhorn über Läntagletscher und N-Flanke auf und ab - Läntahütte - Furggeltihorn über Lampertsch-Alp und N-Rücken auf und ab - Läntahütte - Zerfreilahaus Gesamtaufstiegshöhe (m) 2830 + 130 im Abstieg Tage 4 Verhältnisse spätwinterlich

Name Max
(m)
Min
(m)
Aufstiegs-
höhe (m)
 Aufstiegs-
zeit (h)
 Schwierig-
keit [1]
 Prominenz
(m) 
[2]
 Dominanz
(m) 
[3]
Eigenstän-
digkeit
 [4]
Läntahütte SAC 2090 1868 350 3:40 G1 - - -
Rheinwaldhorn 3402 2090 1320 6:00 G3 1337 35100 1
Furggeltihorn 3043 1990 1060+100 i.Ab. 6:00 G2 180 1150 4
Zervreilahorn

Zervreilastausee mit Zervreilahorn.

Nahe der Lampertsch-Alp: Rheinwaldhorn und Grauhorn.

Läntatal

 

Läntagletscher

Der Gletscherbruch des Läntagletscher.

 

Güferhorn

Am Gipfel des Rheinwaldhorn
mit Blick auf das Güferhorn,
mit Blick gegen Norden.

Am Gipfel des Rheinwaldhorn

 

Rheinwaldhorn und Grauhorn

Rheinwaldhorn und Grauhorn beim Anstieg zum Furggeltihorn.

Furggeltihorn vom P 2598 aus gesehen.

Furggeltihorn

 

Rheinwaldhorn und Grauhorn aus dem Läntatal.

Rheinwaldhorn und Grauhorn

Anfahrt von Chur ins Tal des Vorderrhein. Weiter über Flims nach Ilanz. Von dort nach Vals und weiter bis zum Straßenende am Berggasthof Zerfreilahaus auf 1868m (s.a. Google Maps, Wetter bei weather.com).

1. Tag
Vom Zerfreilahaus den Fahrweg über das mit malerischen Zirben (Arven) bestandene Südufer des Zervreilastausees entlang (s. oberstes Bild). Der aussichtsreiche Weg steigt nur bis zu einer Kapelle hin an und verliert bis zur Brücke über den Südarm des Sees etwa 130hm. Hinter dem Westarm verzweigt sich an einem Steg (Wegtafel) der Weg: Auf dem sog. Winterweg bleibt man auf der linken Talseite und quert die steilen Hänge unter dem Zervreilahorn, je nach Spurlage mit abermaligem Höhenverlust. Im Spätwinter ist bei ausgeaperten Südhängen der sog. Sommerweg auf der rechten Talseite für Nicht-Schitourengeher besser. Nach den Hütten der Lampertsch-Alp geht es durch das fast ebene Tal zur Läntahütte (3:40).

2. Tag
Von der Hütte taleinwärts nach Süden. Die einsichtige Route ist mit vereinzelten Steindauben markiert und führt stets rechts des Baches durch den welligen Talgrund. Am Talschluss unter dem großen Steilabfall (2620 bis 2780hm, s. drittes Bild v.o.) des Läntagletscher bieten sich zwei Alternativen: nach ganz rechts ausweichen und am Fuße des Grauhorn hinauf (Spalten oft durch Lawinenkegel abgedeckt) oder - wie hier begangen - direkt durch die Mitte bis zu 45o steil zwischen zwei versetzten Spaltenzonen hindurch. Über dem Steilabfall nach links, südostwärts, wobei der Gletscher allmählich wieder ansteilt. Vom höchsten Absatz, wo endlich der Blick aufs Rheinwaldhorn frei wird, geradewegs über den flachen obersten Gletscher hinüber zum Ansatz der steilen Nordflanke (event. abgeblasen). Hinauf zum rechten Grat und über ihn zu Gipfelkreuz und Buch (6:00).
Abstieg wie Aufstieg (2:50).

3. Tag
Talauswärts bis auf Höhe der Lampertsch-Alp bei 1990m (0:30). Kurz darauf nach rechts, über die recht steilen Nordwesthänge zum weiten Flankenabsatz der Schambrina hinauf, den weiten Trümmerfeldern unter dem Zervreilahorn. Oben nach Süden, wobei man am besten konstant auf 2500hm bleibt. Immer deutlich vom Fuße des langen Grates des Zervreilahorns entfernt erreicht man schließlich P 2598 (SLK 25.000, s. zweites Bild v.u.), einen Felssporn vor dem großen Hochkar nordwestlich des Gipfels. Hat man die Höhe gehalten, quert man rechts unter dem Sporn vorbei, andernfalls befindet man sich links von ihm und muss gut 50hm absteigen. Nun südostwärts das wellige Hochkar hindurch, an kleinen Seebecken vorbei und schließlich nach Osten auf den weiten Sattel am Ansatz des Nordgrats auf ca. 2760m hinauf. Über den Grat oder links davon zunehmend steil zum Gipfel des Furggeltihorn (5:30).
Abstieg wie Aufstieg (100hm Gegenaufstieg, 3:20).

4. Tag
Talauswärts zur Lampertsch-Alp und über den wesentlich schöneren und angenehmeren Sommerweg zum Stausee. Am Südufer ca. 130hm Gegenaufstieg. Der Ausgangspunkt ist nach gemütlichen 3:15 erreicht.

  • Das Rheinwaldhorn (alias Piz Adula), eine formschöne, vierseitige Pyramide, fällt mit bis zu 700m hoher Wand nach Süden hin ab. Es ist der höchste Berg der Adula-Alpen, gefolgt vom nahe gelegenen Güferhorn (3379m, s. Bild 4). Alles in allem ein Berg kontinentaler Bedeutung (Eigenständigkeit 1).
  • Strenge, beinahe vollkommen abgeschlossene Trogtallandschaft. Kann im Winter bei Lawinengefahr zur Falle werden.
  • Der Läntagletscher ist spaltenreich. Zwar solo ohne Seil begangen, dafür mit Schutzengel.
  • Die kleine SAC-typische Läntahütte ist direkt an einen Felsen gebaut und liegt wenig aussichtsreich am Fuße steiler Trogwände. Im Winter ist sie nur auf Anfrage bewirtet. Bei schlechter Sicht ist die Hütte gewiss schlecht zu finden. Etwas unterhalb der Hütte findet sich direkt am Bach eine doppelt mannshohe, wimpelgeschmückte Steindaube.
  • Aufstiegszeiten bei ungünstigen Schneeverhältnissen (Triebschnee) deutlich erhöht. Da die Schispuren nicht trugen, alleinige Spurarbeit bis zu den Gipfeln. Ohnehin nur bedingt geeignetes Schneeschuhgelände.
  • Am dritten Tourentag war das Grauhorn über die Nordflanke geplant. Da aber ebenfalls sehr spaltenreich, nach schneearmen Winter solo zu unsicher. Am vierten Tag hätte sich somit nach dem Furggeltihorn der direkte Abstieg zum Stausee angeboten. Weitere Touralternativen gibt es für Schneeschuhgeher nicht. Zum Furggeltihorn gelangt man auch deutlich kürzer über die äußerst steile Trogflanke gegenüber der Hütte. Nur machbar bei gefrorener und absolut tragfähiger Schneeoberfläche.
  • Im Sommer ist der Fahrweg südlich des Stausees bis zum P an der Kapelle befahrbar. Per Pendelbus gelangt man sogar bis fast zur Seebrücke.
  • Zerfreila findet sich auch als Zervreila oder Zervreiler. Entsprechend differieren die Schreibweisen für den Stausee, die Kraftwerksgesellschaft, den Berggasthof am Straßenende etc.
  • Tal und Stausee werden vom Valser Rhein durchflossen, einem sekundären Quellfluss des Rhein.
  • S. a. Tour 775 zum Fanellhorn.

 

  • Einfache Wegstrecke (Hütte 10.2 Kilometer, Rheinwaldhorn 5.7 Kilometer, Furggeltihorn 6.9 Kilometer) zum Download als GPX-Datei.

Fotos: Thehighrisepages.de

 

   

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