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Tour 408 - Bschlaber Kreuzspitze, Mittlere Kreuzspitze, Elmer Kreuzspitze

Tirol Lechtaler Alpen Fallerscheingruppe

Bergtour Route Fallerscheinalpe - Bortigscharte - Gipfelüberschreitung (I) - direkte O-Flanke - Fallerscheinalpe Gesamtaufstiegshöhe (m) 1370 Tage 1 Verhältnisse spätherbstlich gut

Name Max
(m)
Min
(m)
Aufstiegs-
höhe (m)
 Aufstiegs-
zeit (h)
 Schwierig-
keit [1]
 Prominenz
(m) 
[2]
 Dominanz
(m) 
[3]
Eigenstän-
digkeit
 [4]
Bschlaber Kreuzspitze 2462 1240 1230 2:55 G1 2 (ca.) k.A. 7
Mittlere Kreuzspitze 2496 2460 40 0:20 G1 453 3820 2
Elmer Kreuzspitze 2480 2380 100 0:40 G2 100 1050 4

Kreuzspitzkamm aus NO von Fallerschein

Kreuzspitzkamm aus Nordosten von Fallerschein.

Auf der Bschlaber Kreuzspitze

An der Bschlaber Kreuzspitze: Blick gegen Osten über Bortigscharte und Ortkopf zur Namloser Wetterspitze.

 

Panorama im Westen

Gleichfalls an der Bschlaber Kreuzspitze: links die schroffe Pfeilspitze, dahinter das Lechtal und die Allgäuer Alpen mit Urbeleskarspitze (Mitte links) und Hochvogel (rechts), dazwischen, dicht ans Tal gerückt, die weit hinauf mit Latschen bewachsene Klimmspitze.

 

Gipfelkamm

Weiterweg über den langen Gipfelkamm zur Elmer Kreuzspitze.

 


Bschlaber Kreuzspitze, Mittlere Kreuzspitze und Elmer Kreuzspitze

Bschlaber Kreuzspitze, Mittlere Kreuzspitze (Mitte links) und Elmer Kreuzspitze (Mitte rechts) aus Südosten von der Namloser Wetterspitze.

 

Bschlaber Kreuzspitze, Mittlere Kreuzspitze und Elmer Kreuzspitze

Anfahrt über Bichlbach (Fernpassbundesstraße) oder Stanzach (Lechtal) nach Namlos. P auf a) etwa 1200m am Straßenrand unterhalb von Namlos am Abzweig des Fahrweges zur Fallerscheinalpe oder b) auf diesem Fahrweg weiter bis kurz vor Fallerscheinalpe (etwa 1240m, Fahrverbot, s.a. Bing Maps, Wetter bei weather.com).

An den ersten Häusern rechts ab und links vom kleinen Bachlauf auf markiertem Pfad ins offene Leitental (s. Bild l.o.). Das Tal wendet sich alsbald nach Süden und der Pfad wechselt auf die andere Talseite, die ab dort von den hohen Grasflanken des Kreuzspitzkammes gebildet wird. Die unauffällige Spur steigt anfänglich bewachsene Schutthänge hinauf um danach in weitem Linksbogen die große Talschwelle im Süden zu erreichen. Dort, rechts vom tief eingekerbten Bach, geht es steiler zwischen Büschen hindurch bis man oben ins Beilekar gelangt. Über groben Schutt den Farbmarkierungen nach SSW-wärts durch den flachen Karboden. Das Kar wird ringsum von steilen Fels- und Graswänden eingeschlossen; halb links am oberen Rand bietet eine trogförmige Schlucht einen überraschenden Auslass. Über Schutt und Felstrümmer geradewegs zu ihr hinauf und durch sie höher bis zum oberen Ende (2:00), das in einer Muldenlandschaft ausläuft. Man steigt nun nach rechts über einen Grasrücken hinauf und gelangt längs eines Rinnsales zur Bortigscharte (2089m, Wegtafel), dem Pass der den Übergang nach Bschlabs bietet. Hier nach rechts. Über bez. Pfad den mittelsteilen SW-orientierten Grasrücken (rechts von senkrechten Karwänden begrenzt) bis zur Bschlaber Kreuzspitze (0:55, Kreuz und Buch).
Vom Gipfel geht es direkt über einen scharfen Grasrücken fast ohne Höhenverlust auf die nahe Mittlere Kreuzspitze (0:20, Gipfelpyramide). Auf die Elmer Kreuzspitze ist es weiter: Der Rücken verläuft weiterhin nordwärts, dabei zunehmend felsdurchsetzt. Einen längeren Gratabsatz umgeht man links auf der Westseite (I, fixseilgesichert) und über zwei weitere Jöcher erreicht man schließlich die SSW-Flanke des letzten Gipfels. Über Graspolster zum Gipfelkreuz (0:40).

Abstieg: Der gesamte Kamm fällt nach rechts zum Leitental in bis zu 50o steilen Grasflanken ab, die von kleinen Kalkrippen durchsetzt sind (vergl. Bild l.o.). Vom letzten Gipfel ziehen dabei drei auffälligere Rücken hinab. Die Exposition Ost-Süd-Ost gibt hier der Sonne am ehesten Gelegenheit das Steilgelände zu trocknen. Vom Routenverlauf am günstigsten scheint der mittlere Rücken zu sein. Dieser setzt unmittelbar vor dem Gipfel am letzten Grataufwurf an und läuft leicht rechts in Zielrichtung des Talausgangs bzw. Fallerschein aus. Auf ihm immer der Falllinie nach hinab. Im unteren Drittel wird der Rücken rechtsseitig von einem zunehmend schärferen Graben mit plattigen Flanken begrenzt, talwärts läuft er auf einen Steilabsatz zu, der auf diesem Rücken als einziger mit Latschen bestanden ist. Davor auf die linke Seite des Rückens wechseln, wo er kurz unterhalb eine felsfreie Terrasse bildet. Von dieser leitet eine steile Grasrampe links am Latschenhang vorbei in die ersten Geröllfelder hinunter, die bei etwa 1620m beginnen. Zuletzt über flacheres buschbestandenes Geröll zur Talmitte mit dem bez. Anstiegspfad (2:10). Übriger Rückweg bis zum P unterhalb Fallerschein wie Aufstieg (0:45).

  • Durchaus spannendes und intensives Tourerlebnis mit einigen kleineren Überraschungen. Dabei ein einsames und oft wegloses Tourengebiet. Pfadspur, wo vorhanden, in dichter Folge markiert.
  • Der Kreuzspitzkamm wirft drei Erhebungen auf. Zwischen Bschlaber Kreuzspitze im Süden und Elmer Kreuzspitze im Norden liegt als höchster Gipfel die Mittlere Kreuzspitze. Die Bschlaber Kreuzspitze ist allerdings nur eine Schulter des Mittelgipfels (vergl. dazu die orografischen Angaben zu Prominenz und Dominanz). Da dieser von der Ortschaft Bschlabs jedoch nicht zu sehen ist, steht das Gipfelkreuz ersatzweise auf dieser Schulter.
  • Informativer Blick besonders nach Süden ins Berggebiet um die Hanauer Hütte und nach Westen in die Allgäuer Alpen, insb. Hochvogel.
  • Ein Rundkurs ist nur in der beschriebenen Weise möglich. Wenn man dazu von der Elmer Kreuzspitze direkt über deren östliche Grasflanke absteigen will, ist es dringend angeraten schon bei Eintritt ins Leitental die Gegebenheiten zu studieren. Die fast 900m hohe Grasflanke ist steil und normalerweise nicht zu empfehlen; bei Nässe gefährlich. Steigeisen und/oder Pickel kaum entbehrlich.
  • Vergl. auch Namloser Wetterspitze, Tour 401.

 

  • Gesamte Wegstrecke (11.7 Kilometer) zum Download als GPX-Datei.

Fotos: Thehighrisepages.de

Bschlaber Kreuzspitze und Mittlere Kreuzspitze (links), Elmer Kreuzspitze (rechts) aus Nordosten.

Bschlaber Kreuzspitze, Mittlere Kreuzspitze und Elmer Kreuzspitze

 

Bschlaber Kreuzspitze, Mittlere Kreuzspitze und Elmer Kreuzspitze

 

   

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