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Tour 404 - Montscheinspitze

Tirol Karwendelgebirge Karwendel-Vorgebirge

Bergtour Route Gernalm - Plumssattel - Plumsjoch über S-Rücken auf und N-Grat ab - Montscheinspitze über S-Grat (I) auf und NO-Flanke (I) ab - Schleimssattel - Gernalm Gesamtaufstiegshöhe (m) 1060 + 90 im Abstieg Tage 1 Verhältnisse herbstlich gut

Name Max
(m)
Min
(m)
Aufstiegs-
höhe (m)
 Aufstiegs-
zeit (h)
 Schwierig-
keit [1]
 Prominenz
(m)
[2]
 Dominanz
(m)
[3]
Eigenstän-
digkeit
 [4]
Plumsjoch 1921 1172 750 1:40 BW1 71 760 4
Montscheinspitze 2106 1800 310 1:05 BW2 446 3680 3
Anfahrt vom Achensee über Pertisau und Mautstraße (EUR 3,30) ins Gerntal bis zum großen P am Ende beim Gasthof Gernalm (Übernachtungsmöglichkeit) auf 1172m (s.a. Bing Maps, Wetter bei weather.com).

Vom P auf breitem Fahrweg zum Plumssattel: Zunächst taleinwärts bis bald der rechte Talrand erreicht ist und dann in zahlreichen Kehren durch Wald empor, ehe man nach 1:05 die kuppige Wiesenlandschaft auf Sattelhöhe bei etwa 1660m erreicht (10 Minuten entfernt steht die Plumsjochhütte). Am Sattel nach rechts (s. oberes Bild) und auf bez. Bergpfad durch Krummholz zum Kreuz auf dem Gipfel des Plumsjoch (0:35). Dahinter führt der Pfad steil über speckigen Fels hinab in die Montscheinsenke (1800m). Gegenüber setzt der Südgrat der Montscheinspitze an: Zunächst geht es auf ziemlich steilem Pfad rechts dicht neben den Felsen entlang, danach über Schrofen etwas flacher nach rechts hinaus. Hoch über einer großen Schuttreiße geht es auf schmalem, etwas ausgesetzten Band wieder dicht an die Flanke und in eine Rinne, in der man das oberste Stück bis zu einer Scharte direkt aufsteigt (I). Auf dem Grat nach rechts. Anfänglich zwischen stark ausgewaschenen Türmchen und Zacken (I) der linken Seite hindurch und dann, wenn sich der Grat zu einem breiteren, grasdurchsetzten Rücken wandelt, direkt über diesen. Am Kreuz (mit Buch) auf der schrofigen Gipfelkuppe steht man nach 1:05.

Südgrat der Montscheinspitze

Blick vom Plumssattel zur Montscheinspitze. Rechts vorne findet man die runde Kuppe des Plumsjoch-Gipfels.

 

Gamsjoch

Dem Plumssattel gegenüber erheben sich Gamsjoch (links) und Falkengruppe (rechts im Hintergrund).

 


Ansicht von der Bettlerkarspitze

Gesamtüberblick aus Süden von der Bettlerkarspitze: vorne der Plumssattel mit der Plumsjochhütte, darüber die Montscheinspitze, rechts im Hintergrund die Schreckenspitze.

 

Montscheinspitze aus Südwesten

Gipfelaufbau aus Südwesten vom Kompar.

Abstieg zum Schleimssattel: Vom Gipfel halb rechts, ostwärts, über Steigspuren diagonal die steilen Felsbänke und Rippen hinab, bis man über steile und schuttreiche Schrofen bei etwa 1880m in eine große Rinne (I) absteigt, die die gesamte nördliche Flanke des Berges vom Gipfel herab im Zick-Zack durchzieht. Jenseits unschwierig wieder hinauf. Nun quert der bez. Weg einen Grasrücken. Vor der grasbewachsenen Kuppe des Kelberg biegt der Weg nach links, Norden, um sich darauf durch einen schattigen Lärchenwald sanft zu den Wiesen am Schleimssattel auf 1556m hinab zu schlängeln (1:25). Vom Sattel nach Osten, über einen Ziehweg in Kehren durch Wald hinab zum Talgrund im Gerntal bis auf etwa 1090m. Dem Wegweiser "Fußweg Gern" folgend durch den flachen Talwald nahe der Mautstraße zurück bis zum P (1:05).

 

  • Die Tour ist durchaus lohnend, auch ohne Überschreitung zum Schleimssattel. Der kleine Plumsjoch-Gipfel lädt bereits zu einer ersten Gipfelrast ein (s. oberes Bild mit dem Südgratanstieg). Der weitere Gipfelanstieg ist kurzweilig. Wer die Überschreitung wählt, aber auf den kürzeren, weglosen Abstieg über die Gras- und Waldflanke südlich des Kelberg zum Gratzental verzichtet (im Naturschutzgebiet Karwendel ohnehin unerwünscht) wird mit einer herrlichen - eventuell herbstlich gefärbten - Lärchenwaldpassage belohnt.
  • Die Montscheinspitze ist höchster Gipfel im Karwendel-Vorgebirge mit Felsen zu allen Seiten und einem fein zugespitzten Gipfel. Das unverwechselbare Aussehen wird durch die senkrecht streichenden Felsschichten geprägt.
  • Die Gipfelaussicht ist allerdings weniger zu rühmen: Die höheren Berge um die östliche Karwendelhauptkette sind zu fern für beeindruckende Nahblicke, versperren aber die Fernsicht auf den Alpenhauptkamm. Tagsüber finden sie sich auch im Dunst unter der Sonne. Im Norden dominiert Wald das Land bis zum Sylvensteinsee.
  • Die Route ist durchweg markiert, weist aber keinerlei Sicherungen auf.
  • Der Bergname leitet sich von der nordöstlich gelegenen Mantschenalm ab.

 

  • Komplette Wegstrecke (Anstieg 6.0 Kilometer, Abstieg 7.1 Kilometer) zum Download als GPX-Datei.

Fotos: Thehighrisepages.de

 

   

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