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Tour 395 - Sustenhorn, Gwächtenhorn

Zentralschweiz Urner Alpen Sustenhorngruppe

Hochtour Route Göscheneralpsee - Kehlenalphütte - Sustenlimi (I) - Sustenhorn über SW-Flanke auf und ab - Steingletscher - Gwächtenhorn über SO-Rücken auf und ab - Sustenlimi (I) - Kehlenalphütte Gesamtaufstiegshöhe (m) 2220 + 140 im Abstieg Tage 2 Verhältnisse sommerlich

Name Max
(m)
Min
(m)
Aufstiegs-
höhe (m)
 Aufstiegs-
zeit (h)
 Schwierig-
keit [1]
 Prominenz
(m) 
[2]
 Dominanz
(m) 
[3]
Eigenstän-
digkeit
 [4]
Kehlenalphütte SAC 2350 1780 670 2:50 BW2 - - -
Sustenhorn 3503 2350 1200 2:55 G2 414 5910 2
Gwächtenhorn 3420 3070 350 1:30 G1 217 1510 3
Im Chelenalptal

Im Chelenalptal beim Anstieg zur Kehlenalphütte. Am Talschluss ragt der Hinter Tierberg auf, rechts daneben das Gwächtenhorn.

Gwächtenhorn

Blick am Sustenhorn auf Gwächtenhorn und Steingletscher. Links am Bildrand der Sattel Sustenlimi. Im Hintergrund ragen die Berner Alpen auf.

 

Der Fleckistock, markante Felsschneide und Nachbar im Nordosten, dahinter die Glarner Alpen mit dem Tödi.

Fleckistock

 

Winterberg

Der gesamte Zug des Winterberg mit Tiefenstock, Dammastock und Eggstock. Bildmitte unten wieder die Sustenlimi und daneben der Steingletscher, rechts am Horizont die Berner Alpen.
Blick nach Norden gegen den Titlis.

Titlis

 

Blick vom Gwächtenhorn auf Sustenhorn und Sustenlimi.

Sustenhorn

 


Sustenhorn

Sustenspitz, Chli Sustenhorn und Sustenhorn vom Vorder Tierberg aus gesehen. Auf dem Felssporn neben dem großen Gletscherbruch liegt die Tierberglihütte.

 

Voralphütte mit Sustenhorn

Das Sustenhorn aus Südosten beim Anstieg durchs Voralptal über die Voralphütte zum Fleckistock.

 

Anfahrt über Andermatt nach Göschenen. Im Ortskern an Straßenkurve bei Hinweis "Göscheneralp" abbiegen. Stichstraße ins Tal bis zum großen P (gebührenpflichtig) vor der Staumauer des Göscheneralpsee (s.a. Bing Maps, Wetter bei weather.com).

1. Tag
Bei Hinweistafel "Kehlenalphütte" bzw. "Bergseehütte" rechts vor der Staumauer auf markiertem Weg die Schrofen des Berg hinauf, die das Nordufer des Sees überragen. Vom noch weiter hinaufführenden markierten Hauptweg führt alsbald ein schmaler Abkürzungspfad ab, der parallel zum Seeufer weiter gen Westen leitet. Mit ständigem Auf und Ab und Umgehung kleinerer karstähnlicher Senken erreicht man das hintere Ende des Stausees und den markierten Hauptweg, den man letztendlich mit 100hm Verlust erreicht. Durchs anschließende buschbestandene Chelenalptal geht es sanft ansteigend bis P 2127.8, einem markanten Schrofen unterhalb der Kehlenalphütte. Nun den rechten Talhang über einen Felsrücken hinauf. Steil und teilweise fixseilgesichert geht es zur SAC-Hütte auf 2350m, die man erst kurz vor Schluss erspäht (2:50).

2. Tag
Von der Hütte auf steilem, markiertem Steig nach Nordwesten, dem Hinweis "Bergseehütte" folgend. Nach wenigen Kehren überquert man einen Bachlauf, passiert seilgesicherte steile Schrofen und erreicht auf einem begrünten Vorsprung die Abzweigung zur "Sustenlimi". Links ab und zum zweiten Bachlauf auf ca. 2700m hinab. Jenseits führt der markierte Pfad auf einen großen, nordwärts verlaufenden Moränenrücken. Über ihn hinauf bis zum Gletscherrand. Rechts unterhalb des östlichsten, vom Rotstock herabziehenden Felskammes betritt man den mittelsteilen, nicht spaltenlosen Gletscher und steigt ihn höher bis zum Joch Sustenlimi. Links neben der tiefsten Stelle überschreitet man den niedrigen und schmalen Felsgrat (I) auf etwa 3100m und gelangt dahinter auf das oberste Becken des Steingletscher. Über den ebenen, spaltenarmen Gletscher hinüber zur Südwestflanke des Sustenhorn. Die mittelsteile Flanke durchziehen zwei größere Randklüfte die am besten rechts umgangen werden, die obere dabei direkt am Rande eines Windkolks vor dem Joch bei P 3288. Darauf direkt die Flanke hinauf, die allmählich in den flacheren Südgrat übergeht. Links am letzten Firngrataufschwung vorbei und man erreicht die felsige Gipfelkuppe des Sustenhorn mit dem Gipfelkreuz (2:55).
Zurück bis nahe Sustenlimi und vor den Felsaufschwüngen des Rotstock westwärts über den obersten flachen Gletscherbereich zum breiten SO-Firnrücken des Gwächtenhorn. Über zwei größere Aufschwünge, dabei jeweils eher links halten, bis zum westlichen Ende oberhalb der Tierberglimi (=Chelenlücke), wo der Gipfel mit steilem Felsgrat hin abbricht (1:30).
Zurück zur Sustenlimi in 0:35. Abstieg zur Hütte wie Anstieg (1:15), ins Tal zum P in 2:25.

  • Der Sustenpass mit seiner Gletscherumrahmung gilt vielen als schönster Pass der Westalpen. Die Tour führt gewissermaßen durch die Hintertür auf seine beiden dominierenden Gletscherberge. Wegen des etwas geringeren Gletscheranteils zwar nicht ratsam, aber alleine eher begehbar als über die nordseitig gelegene Tierberglihütte.
  • Die moderne Kehlenalphütte liegt den hohen und steilen Ostwänden des Winterberg (Eggstock, Dammastock) gegenüber. Ihr Zugang hoch über dem Stausee mag lang und anstrengend erscheinen, da mit unsinnigen Höhenverlusten verbunden. Die Schrofen des Berg stauen das Wasser, längere Abschnitte ist häufig tiefer Morast zu durchqueren. Hier und im anschließenden Chelenalptal wird der empfindliche Weg dazu vom zahlreichen Weidevieh zertreten.
    Wenn nicht solo gegangen, bietet sich die gleichfalls moderne Tierberglihütte an. Sie hat einen kürzeren und landschaftlich hoch interessanten Zustieg. Die Aussicht dort umfasst 360 Grad und ist wahrhaft grandios.
  • Nicht mehr gebräuchliche Schreibweise der Hütte: Chelenalphütte.

 

  • Einfache Wegstrecke (Anstieg Hütte 6.5 Kilometer, Anstieg Sustenhorn 3.1 Kilometer, Anstieg Sustenlimi - Gwächtenhorn 2.4 Kilometer) zum Download als GPX-Datei.

Fotos: Thehighrisepages.de

Gesamtansicht aus Südosten: Gwächtenhorn (links) und Sustenhorn (Mitte rechts).

Gesamtansicht aus SO

Überblick aus Norden vom Titlis: Sustenhorn (links) und Gwächtenhorn (Mitte rechts). Im Mittelgrund, diesseits des Sustenpass, die Fünffingerstöck.

Blick vom Titlis

Sustenhorn (links), Gwächtenhorn (rechts) und Steinsee aus Norden vom Sustenpass.

Sustenhorn und Gwächtenhorn

Weiter rechts schließen sich Tierberg (Mitte) und Giglistock (ganz rechts) an.

Gwächtenhorn, Giglistock und Steinsee

 

   

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