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Tour 383 - Gran Paradiso

Aostatal Grajische Alpen Paradisogruppe
Val d'Aosta Alpi Graie Gruppo del Gran Paradiso

Hochtour Route Pont - Rifugio Vittorio Emanuele - SW-Flanke - Gipfelmadonna (I) Gesamtaufstiegshöhe (m) 2110 Tage 1 Verhältnisse frühjahrshaft gut

Max
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Aufstiegs-
höhe (m)
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zeit (h)
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keit [1]
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Eigenstän-
digkeit
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4061 1960 2110 5:40 G3 1891 46700 1
Rifugio Vittorio Emanuele II

Rifugio Vittorio Emanuele II, dahinter die Ausläufer der Becca di Montcorvé.

Ciarforon und Becca di Monchiair

Blick oberhalb der Hütte an der Route zum Ghiacciaio del Gran Paradiso gegen Ciarforon (links) und Becca di Monchiair (rechts).

 

Gletscherbruch

Gletscherbalkon von der Schiena d'Asino aus gesehen.

 

Gipfelkamm

Der gesamte Gipfelkamm. Eine dreizackige Gipfelkrone mit Felstürmen wie Reste einer Burgruine. Links die IIer-Felsen vor dem Firngipfel, in der Mitte die Madonnen-Felsen.

Die letzten Meter zur Gipfelmadonna.

Madonnen-Felsen

 

Schlüsselstelle

Die IIer-Schlüsselstelle vor dem Firngipfel.

Eine der schönsten Gipfelmadonnen.

Gipfelmadonna

 

La Grivola

Gipfelpanorama im Nordosten mit der Grivola (links). Am Horizont daneben Grand Combin, weiter rechts Dent Blanche (darunter im Mittelgrund Mont Emilius), Matterhorn und Breithorn.

 


 

Ansicht aus Westen

Gesamtansicht aus WSW von der Cima della Roley.

 

Anfahrt über die Fernstraße SS 26 Aosta - Courmayeur. Bei Villeneuve abfahren und über Valsavarenche nach Pont. Großer P auf 1960m am Straßenende beim Albergo Gran Paradiso (s.a. Bing Maps, Wetter bei weather.com).

Vom P nach links über den Bach und anschließend taleinwärts durch lichten Lärchenwald. Der breite Bergweg steigt ohne weitere Verzweigungen bald den Waldhang hinauf, führt kehrenreich und teils aufwändig aufgepflastert durch grünes Schrofengelände und dann flacher zum Rifugio Vittorio Emanuele II auf 2732m (1:50, s. Bild l.o.).
Links hinter der Hütte steigt ein langer Ausläufer des Gipfelmassivs auf, der vom Felszahn Becca di Montcorvé herabzieht. An seinem linken Flankenfuß beliebig diagonal hinauf (einige Steindauben) und man erreicht problemlos das Tälchen vor dem Auslauf des Ghiacciaio del Gran Paradiso. Ins recht flache Tälchen ostwärts hinein. Man wechselt vom Firn unmerklich auf den Gletscher, der sich an seinem ersten mittelsteilen Aufschwung nach rechts (Südosten) wendet. Links oder mittig hinauf. Nach einer flacheren Passage links diagonal mittelsteil höher, wo man zum breiten, sanft ansteigenden Gletscherrücken des Schiena d'Asino gelangt. Nun öffnet sich der Blick zum Gipfel und einem darunter gelegenen hohen Gletscherabbruch (s. drittes Bild), der aber in sicherer Entfernung und durch eine große Gletschermulde umgeben ist. Die Schiena d'Asino leitet nach Südosten auf eine hohe Gletscherterrasse zwischen 3700 und 3800 Meter, die teils von wilden Felszacken begrenzt ist, teils weit überwechtet ausläuft. An ihrem Rand entlang um dann gegenüber des höchsten Felszahns, der Becca di Montcorvé, nach links in mittlerer Steigung zum obersten Gletscherabsatz anzusteigen. Nun in Richtung der Firnscharte rechts unterhalb der gut sichtbaren Gipfelmadonna. Auf etwa 3980m ist dabei eine sehr lange Randkluft zu überschreiten. Von der Scharte - rechts sitzt dem langen, ebenen Gipfelkamm der erste rechteckige Felsturm auf (s. viertes Bild) - über Felsplatten in die rechte Steilflanke hinaus, ausgesetzt über einen kurzen Sims (s. fünftes Bild) und in wenigen Schritten die letzten Gipfelfelsen hoch (I). Nach 3:50 ist die berühmte Gipfelstatue erreicht.
10 Minuten weiter auf dem Kamm liegt eine um einige Meter höhere Firnschneide: zurück zu den Felsplatten, links unter den Felsen hindurch (Fixseile) und weiter zur nächsten Firnscharte. Hier wieder zur rechten Steilflanke hinaus, und ca. 3 Meter äußerst ausgesetzt senkrechte Felsrippen hinauf (II, Sicherungshaken, s. sechstes Bild) und flach auf der Schneide weiter, oder links der Felsen über Steilfirn queren und über eine kleine Rippe (I) zum Kamm hinauf.
Abstieg auf der Anstiegsroute; zur Hütte in 2:40, ins Tal weitere 1:45.

  • Die orografische Bedeutung (Eigenständigkeit 1) weist den Gran Paradiso als Berg von europäischem Rang aus.
  • Die Tour wird üblicherweise in zwei Tagen mit Übernachtung im Rifugio Vittorio Emanuele II, dem großen, dreistöckigen Bau unter dem markanten Tonnengewölbe, angegangen. Wer die unsäglichen Verhältnisse auf italienischen Hütten am Wochenende bzw. in der Ferienzeit kennt, wird vielleicht ebenfalls ein Zeichen setzen und an der Hütte vorbei laufen. Damit werden es 2110 Höhenmeter in 5:40, beste Firnverhältnisse vorausgesetzt. Im Abstieg kamen hier auch Schneeschuhe zum Einsatz, das Gelände ist gut geeignet dafür.
  • Als Alternativstützpunkt ist eventuell das weiter nördlich gelegene Rifugio F. Chabod auf 2750m in Erwägung zu ziehen.
  • Das gesamte Bergmassiv liegt in einem Nationalpark. Startet man die Tour in der Morgendämmerung, kann man auf dem Weg zur Hütte zahlreichen Steinböcken begegnen. Einige sind zutraulich genug, dass man ihnen sogar noch nachmittags ungewöhnlich nahe kommen kann.
  • Die Höhe der Hütte wird auch mit 2775m angegeben.
  • Tour nach schneereichem Winter alleine begangen. Im Juni ab Hütte Firn. Nahezu der gesamte Aufstieg erfolgt ostseitig. Startet man früh aus dem Tal, hat man bis weit auf den Gletscher Schatten.
  • Höchster Berg der Grajischen Alpen. Erstersteigung 1860 durch J. Cowell, W. Dundas und M. Payot.
  • Bei Pont gibt es zahlreiche Campingplätze und 3-Sterne-Hotels, jedoch keine Privatzimmer.
  • Vergl. a. Tour 384, La Tresenta.

 

  • Anstiegsweg (9.7 Kilometer) zum Download als GPX-Datei.

Fotos: Thehighrisepages.de

Ansicht von der La Tresenta aus. Vorne der Felszahn Becca di Montcorvé.

Südflanke

Gesamtansicht aus Südwesten vom Gipfel der Levanna Occidentale.

Gesamtansicht aus Südwesten

 

   

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