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Tour 365 - Rassel, Kellerskopf

Hessen Taunus

Winterwandertour Route Niedernhausen - Theißtal - Rassel - Kellerskopf - Niedernhausen Gesamtaufstiegshöhe (m) 360 Tage 1 Verhältnisse spätwinterlich gut

Name Max
(m)
Min
(m)
Aufstiegs-
höhe (m)
 Aufstiegs-
zeit (h)
 Schwierig-
keit [1]
 Prominenz
(m) 
[2]
 Dominanz
(m) 
[3]
Eigenstän-
digkeit
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Rassel 539 280 260 1:35 BW1 7 1020 6
Kellerskopf 474 375 100 0:55 BW1 69 1210 4
Anfahrt von Frankfurt mit S-Bahn-Linie 2 nach Niedernhausen und vom Bahnhof nach Westen zur Theißtal-Autobahnbrücke. Oder per PKW über die Autobahn A 3, AS Niedernhausen. Im Ortskern Richtung Naurod. Am Waldrand die letzte Straße rechts ab und hinunter ins Tal. Nach der Bachbrücke nach links und weiter bis zur hohen Theißtal-Autobahnbrücke (s.a. Google Maps, Wetter bei weather.com).

Bis zum Talende bleibt man stets rechts des Theißbaches. Erst unter den hohen Brückenbögen hindurch und auf dem Fahrweg an Äckern entlang nach Westen. Bald ist der Waldrand erreicht, wo man auf einen gewundenen Forstweg stößt. Dieser führt an einem großen Fischteich vorbei und biegt dann nach rechts ab. Hier geht man jedoch gerade aus. Auf verborgenem Pfad durch Buschwerk und sumpfige Wiesen gelangt man zu einem Wasserbehälter und einer Quelle, dem Schönwässerchen. Danach erreicht man einen markanten bewaldeten Absatz auf der rechten Talflanke. Man übersteigt diesen und gelangt jenseits wieder in die Bachaue. Nun bis zum Talschluss mit weiten, sumpfigen Wiesen (Kalter Born), die von einer Freileitung überspannt werden. Vom hintersten Waldrand (1:10) über einen breiten Weg hinweg und die Flanke hoch (lichter Laubwald). Dabei in weitem Linksbogen zum Sattel (Schutzhütte) westlich des Rassel hinauf. Nun auf dem bez. Rhein-Höhenweg nach Osten, über den Rassel (TP, ND) hinweg (0:25). Etwa 1km auf dem Höhenzug weiter, um dann rechts ins oberste Rambachtal abzusteigen (lichter Laubwald). Dabei SO-wärts auf den steilen Kegel des Kellerskopf zu halten. Die Talsohle mit der abgelegenen Busch- und Wiesenaue Im Trockenborn liegt auf etwa 375m. Jenseits geht es über steile Forstschneisen (äußerst dichter Nadelwald, Knüppelholz) direkt zum Gipfel (0:55) mit AT, Wirtshaus und Parkplatz. Danach über Forstweg nach NO, links am unbedeutenden Aufschwung des Hahnberg vorbei und jenseits auf gewundenem, schmalem Wanderweg durch niedrigen Nadelwald diagonal hinab zur Theißtalbrücke (0:55).

  • Die Tour berührt streckenweise das NSG Theißtal. Es ist stets eine Abwägung, Touren in sensiblen Gebieten publik zu machen. Allerdings ist dieses Gebiet eines der reizvollsten im Taunus. Denn in den höheren Gebirgslagen herrschen (ähnlich wie in Schwarzwald oder Thüringer Wald) Fichten-Monokulturen vor. Niedrigere Täler mit Laubwald sind oft kurz, liegen meist nahe an Ortschaften und sind zersiedelt durch Lagerschuppen, Reitställe, Jagdhütten oder Fischteiche, allesamt eingezäunt und mit zugehörigen asphaltierten Zuwegen. Mangels Landschaftspflege durch Milchvieh verwachsen viele Talauen. Im Theißtal, eine weitgehend von lichten Buchen-/Eichen-Mischwäldern umrahmte unberührte Wiesenaue, lässt sich erahnen, wie schön es auch im Mittelgebirge sein könnte.
  • Gesamtlänge gut 11km.
  • Der Rassel kann mit einer Schartendifferenz von lediglich 7m allerdings nicht mehr als Gipfel gelten.
  • Das Tourengebiet liegt am Rande des Rhein-Main-Ballungsraumes, d.h. städtische Einflüsse sind allgegenwärtig. Die über 500m lange Autobahnbrücke über das Theißtal liegt am Ortsrand und kann durch ihre außerordentliche Höhe beeindrucken. Der Freileitung am innersten Ende des Theißtales kommt der Verdienst zu, mit ihrer Schneise freie Ausblicke im Waldeinerlei zu schaffen. Ansonsten hat man wie meist nur auf einem Aussichtsturm Aussicht, hier auf dem markanten Kellerskopf.
  • Einige weitere erwähnenswerte Touren im Taunus: Altkönig (798m, Eigenständigkeit E=3.79), sehr markanter Taunusberg, NSG, keltische Ringwälle (s. Tour 518). Butznickel (462m, E=4.22) von Ehlhalten aus über den SW-Rücken zum Dattenberg (NSG) und auf der Anhöhe weiter zur Waldkapelle auf dem Butznickel. Abstieg nach Süden durchs schluchtartige Weiherbachtal oder nach Norden, später Nordwesten zur Hasenmühle. Suterkopf (492m, E=5.27) von Selters-Eisenbach über den Hof zu Hausen durch das sanfte Hauser-Bach-Tal. Weilsberg (701m, viert höchster Gipfel des Taunus, E=4.95) von Oberems über die steilen Felsrippen des Zacken, dem eigentlichen Reiz der Tour neben den 500 Meter weiter im Nordwesten gelegenen Felsen, von denen man einen ungewohnt weiten Blick über das Hinterland hat.
  • Siehe auch Gipfel im Taunus nach Dominanz und Prominenz.

 

   

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Letzte Aktualisierung 10.04.2011 - © Thehighrisepages.de