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Tour 350 - Piz Buin, Jamspitzen, Signalhorn

Graubünden / Grischun Silvrettagruppe Buingruppe und Flianakamm bzw. Dreiländerspitzgruppe

Hochtour Route Guarda - Chamanna Tuoi SAC - Jamjoch (II+) - Vordere Jamspitze über S-Grat (Stelle III-) auf und ab - Jamjoch - Hintere Jamspitze über N-Flanke auf und ab - Jamjoch - Chamanna Tuoi - Fuorcla dal Cunfin - Piz Buin Grond über W-Rücken (I) auf und ab  - Fuorcla dal Cunfin - Signalhorn über SW-Grat (I+) auf und ab - Chamanna Tuoi Gesamtaufstiegshöhe (m) 2950 Tage 3 Verhältnisse spätsommerlich, Tag 3 in Wolken und Nebelnässe

Name Max
(m)
Min
(m)
Aufstiegs-
höhe (m)
 Aufstiegs-
zeit (h)
 Schwierig-
keit [1]
 Prominenz
(m) 
[2]
 Dominanz
(m) 
[3]
Eigenstän-
digkeit
 [4]
Chamanna Tuoi SAC 2250 1590 660 2:30 BW1 - - -
Vordere Jamspitze 3176 2250 930 3:30 G3 116 650 4
Hintere Jamspitze 3156 3078 80 0:25 G1 78 430 4
Piz Buin Grond 3312 2250 1070 4:10 G3 560 6280 2
Signalhorn 3207 3000 210 2:40 G2 160 1200 4
Val Tuoi mit Piz Buin

Kurz vor der Tuoihütte: Das Val Tuoi mit dem Piz Buin Grond.

Vorgipfel Vordere Jamspitze: Blick hinüber auf die Hintere Jamspitze.

Hintere Jamspitze

 

Dreiländerspitze

Der Nachbar Dreiländerspitze und die Obere Ochsenscharte, rechts darunter, vom Gipfel der Vordere Jamspitze. Im Hintergrund links Piz Buin Grond, rechts Silvrettahorn, Schneeglocke und Schattenspitze.

 

Fluchthorn

An der Vordere Jamspitze zeigt sich, hinter den dunklen Ausläufern des Augstenberg, auch das Fluchthorn. Links zieht das Jamtal, Standort der Jamtalhütte, nach Galtür im Paznauntal hinaus.

 

Piz Buin von der nördlichen Egghornlücke

Piz Buin Grond, der Sattel Fuorcla Buin, Piz Buin Pitschen und Egghorn von der nördlichen Egghornlücke.

 

Guarda

Guarda am Eingang zum Val Tuoi.

 


Piz Buin Grond und Piz Buin Pitschen

Piz Buin Grond und Piz Buin Pitschen aus Norden vom Silvrettastausee.

Piz Buin Grond und Piz Buin Pitschen

 

Piz Buin Grond, Nordwand

Die Nordwand des Piz Buin Grond im Detail.

Piz Buin Grond, Nordwand

Anfahrt aus Westen über den Flüelapass, aus Osten von der österr. Grenze durchs Inntal (Unterengadin) nach Guarda. Kostenpflichtiger P (8,- SFr/Tag) am unteren Ortseingang auf 1590m (s.a. Bing Maps, Wetter bei weather.com).

1. Tag
Im Ortskern nach links und der Beschilderung nach ins nahe Val Tuoi. Ein bequemer Güterweg führt die östliche Talseite entlang bis direkt zur modernisierten SAC-Hütte Chamanna Tuoi auf 2250m (2:30).

2. Tag
Von der Hütte weglos nordostwärts durch die Plan Furcletta und zum spaltenarmen Gletscher Vadret Tuoi. Schräg rechts hinauf zum Jamjoch. Im Spätsommer heikler Übergang über eine kurze senkrechte Wandstelle (II+) neben einem kleinen, vereisten Wasserfall. Vom Joch (3078m) kurz nach links über Firn zum Flankenfuß der Vordere Jamspitze. Der wild gezackte Grat wird am besten über die mittlere, am höchsten hinaufreichende steile Firnrinne erreicht, die rechts vom größten, abenteuerlich geformten Turm herab zieht. Auf dem Grat (I) ein kurzes Stück nach rechts zum Vorgipfel. Dort nach links über ausgesetzte, aber feste Klemmblöcke zum nahen, wenige Meter hohen Gipfelturm. Durch einen kurzen Felsspalt (III-) gelangt man auf dessen höchsten Punkt (3:30, Buch).
Abstieg wie Aufstieg. Zurück zum Jamjoch und jenseits über den Firn und Schutt der sanften Nordflanke (vergl. zweites Bild) in den Sattel zwischen den beiden Kuppen der Hintere Jamspitze. Nach rechts zum höchsten Punkt (0:25).
Abstieg wie Aufstieg. Vom Jamjoch zur Hütte in 1:50.

3. Tag
Von der Hütte kurzes Stück nordwärts Richtung Fuorcla Vermunt, dann über den Bach, westwärts durch grobes Blockwerk und mäßig steil hinauf zu den Schrofen des Cronsel. Zwischen Cronsel und den Südflanken von Piz Buin Grond und Piz Buin Pitschen hindurch gelangt man zum weiten Gletscherrückzugsgelände des Plan Rai. Man bleibt rechts, auf der nördlichen Seite, und gelangt über Steigspuren auf den Felssporn des Plan Mezdi (2:00). Dahinter über den rechten Rand des La-Cudera-Gletschers nach Norden zum einfachen Sattelübergang an der Fuorcla dal Cunfin (3042m). Vom Sattel ostwärts über das oberste Becken des Ochsentaler Gletscher zur tief eingeschnittenen Buinlücke (Fuorcla Buin) auf 3054m (1:05). Damit hat man den Piz Buin Pitschen komplett umrundet.
Man braucht die Lücke nicht ganz zu betreten sondern kann schon kurz vorher links den Geröll- bzw. Firnhang der Westflanke ansteigen, wo man in halber Höhe eine steile, quer ziehende Rampe erkennt. Auf deutlicher Steigspur von rechts nach links schräg hinauf bis auf eine kleine Schulter in der Nordwestkante. Wenig oberhalb wird die Felskante (I) steiler. Hier links in die Nordflanke hinaus queren und durch eine mittelsteile Felsrinne (den "Kamin", II, Ringhaken) empor. Oberhalb dieser Steilstufe wieder rechts durch die sich nun zurücklehnende Westflanke hinauf. Über sie in Schutt und Geröll auf gut ausgetretenem Pfad unschwierig zum höchsten Punkt des Piz Buin Grond. Am Gipfelkreuz steht man nach 1:05.
Beim Abstieg nicht durch den steilen Kamin, sondern nebenan (im Abstiegssinne knapp rechts) über eine leicht ausgesetzte Leiste in der offenen Nordflanke (I, einfacher bei Nässe, Ringhaken). Übriger Abstieg wie Aufstieg; zur Fuorcla dal Cunfin in 1:40. Jenseits über das spaltenarme Gletscherhochbecken La Cudera (ca. 3000m) zum SW-Sporn des Signalhorn. Auf der Rückseite nach rechts in den Fels und beliebig über die Schutt- und Blockflanke auf den Grat. Nach links über ausgesetzte, aber feste Klemmblöcke (I+) zum Kreuz auf dem höchsten Punkt (1:00).
Zurück zur Plan Mezdi und weiter zur Hütte in 2:25.
Abstieg von der Hütte durchs Val Tuoi zum P in Guarda in 1:50.

 

  • Der formschöne Felskegel des Piz Buin Grond ist der bedeutendste Gipfel im Zentrum der Silvrettagruppe. Höchster Gipfel der gesamten Gruppe ist jedoch die deutlich nach Süden vorgeschobene gewaltige Pyramide des Piz Linard (3410m). Ebenfalls höher ist mit 3399m das Fluchthorn im Osten der Gruppe.
  • Die Buinlücke kann direkt von der Hütte aus, ohne Umrundung des Piz Buin Pitschen erreicht werden, wenn man das dazwischen gelegene steile Firncouloir benutzt. Im Spätsommer jedoch meist vereist.
  • Der Ausgangsort Guarda (s. viertes Bild v.u.) mit seinen gut erhaltenen bzw. restaurierten rätoromanischen Gebäudekomplexen ist alleine schon einen Besuch wert.
  • Buin (rätoroman.) = Ochse

 

  • Einfache Wegstrecke (Hüttenanstieg 7.2 Kilometer, Anstieg Jamspitzen 4.2 Kilometer, Anstieg Piz Buin Grond und Signalhorn 7.7 Kilometer) zum Download als GPX-Datei.

Fotos: Thehighrisepages.de

 

   

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