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Tour 338 - Hoher Dachstein

Salzburg, Oberösterreich Dachsteingebirge Dachsteinberge

Hochtour Route Bachlalm - Windlegerscharte - Großer Gosaugletscher - Hoher Dachstein über Obere Windlücke und W-Grat auf und ab - Großer Gosaugletscher - Adamekhütte - Linzer Weg - Reißgangscharte - Sulzenhals - Bachlalm Gesamtaufstiegshöhe (m) 2220 (2120) + 220 im Abstieg Tage 2 Verhältnisse sommerlich mit Regen, heiß

Name Max
(m)
Min
(m)
Aufstiegs-
höhe (m)
 Aufstiegs-
zeit (h)
 Schwierig-
keit [1]
 Prominenz
(m) 
[2]
 Dominanz
(m) 
[3]
Eigenstän-
digkeit
 [4]
Hoher Dachstein 2995 1350 1950 6:15 G2 2136 47600 1
Adamekhütte 2196 2190 10 1:40 G2 - - -
Hochkesselkopf
(abgebr.)
2453
(2350)
2196
 
260
(160)
k.A.
(2:20)
G4 149 420 4
Windlegerscharte

Blick vom Schnittlauchmoosboden gegen Windlegerscharte und Torstein.

Passage an der Mitterspitze vorbei in die Obere Windlücke.

Mitterspitze

 

Blick nach Nordost

Blick vom Gipfel gegen Nordosten auf Kleiner Gjaidstein (links), Dirndl (Bildmitte), Großer Koppenkarstein (Hintergrund rechts).

Kompletter Westgrat zwischen Gipfel und Obere Windlücke.

Westgrat

 

Oberes Hochkesseleck / Linzer Weg: Blick auf die NNW-Wand des Hochkesselkopf.

Hochkesselkopf

 


Torstein, Mitterspitze und Hoher Dachstein

Torstein, Mitterspitze (links davon die Untere Windlücke, rechts die Obere Windlücke) und Hoher Dachstein aus Südwesten vom zwanzig Kilometer entfernten Strimskogel. Rechts schließt sich noch das Südliche Dirndl an, in der Scharte dazwischen würde man die Dachsteinwartehütte finden.

 

Torstein, Mitterspitze und Hoher Dachstein

Das Dreigestirn aus Süden vom Satteleck.

 

Torstein, Mitterspitze und Hoher Dachstein

Ansicht aus Südosten.

 

Anfahrt aus Westen vom Salzachtal über Bischofshofen nach Filzmoos oder aus Osten durchs Ennstal über Schladming nach Ramsau. Auf Privatstraße bis zum P an der Bachlalm auf 1350m (s.a. Bing Maps, Wetter bei weather.com).

1. Tag
Über den Wanderweg Nr. 614 durch Almen und lichten Arvenwald zum grünen Schnittlauchmoosboden. Ab hier mühsam den steilen Gerölltrichter im Windlegerkar (s. oberstes Bild) neben dem gewaltigen Torstein hinauf. Unterhalb der Windlegerscharte schließlich durch steile Firnfelder und teils seilgesicherte Felsstufen.
Hinter der Scharte (2438m, 3:00) über einen leicht abfallenden Rücken, den man rechts hinab über Firn verlässt. Vor dem Auslauf des Kleinen Gosaugletscher stößt man bei einem großen markierten Felsblock auf den Linzer Weg (Nr. 601). Hier nach rechts (Hinweis "Adamekhütte") und eine steile, gesicherte Felsbank zur gut sichtbaren Markierungsstange neben dem Torsteineck hinauf (von hier ist nun stets die Adamekhütte zu sehen). Leicht abfallend den Auslauf der Schneebergwand queren. Fixseilgesichert über eine große Stufe bis auf ca. 2200m zum freigelegten Gletscherschliff am Großen Gosaugletscher hinab. Nach rechts zur meist breiten Trasse, die parallel zur Schneebergwand über den Westrand des Gletschers führt. Am Fuße der Mitterspitze führt die Trasse zwischen zwei Windkolken und einer Spaltenzone hindurch. Dahinter erreicht man rasch die Obere Windlücke, wo man auf 2746m den Dachstein-Westgrat betritt (s. viertes Bild). Von hier stets links unterhalb der Gratschneide über den Klettersteig zum Gipfelkreuz des Dachstein (3:15).
Abstieg bis zum Linzer Weg wie Aufstieg. Unterhalb des Gletschers aber nach rechts zur nahen Adamekhütte (2196m, 1:40).

2. Tag
Von der Adamekhütte den Linzer Weg nach Westen und über Bänder entlang zum Oberes Hochkesseleck, einer markanten Gratschulter des Hochkesselkopf, auf 2283m (1:20). Kurz dahinter nach links, vom bez. Weg ab, und auf Steigspur, durch Steinmänner gut markiert, bis zum Auslauf eines verzweigten Rinnensystems, das rechts unterhalb des Hochkesselkopf herabzieht (vergl. zweites Bild v.u.). Über die NNW-Rinne, die 1-2m breit zwischen hohen Felswänden hindurchführt (I+), direkt zur Mulde unterhalb des Gipfels. Nach Problemen bei der weiteren Routenfindung Anstieg abgebrochen (hin und zurück 1:50).
Weiter über den unbedeutenden Nebengipfel Unteres Hochkesseleck (2218m) und in mehreren steilen Etappen über blanke Schrofen und Firnfelder zur Reißgangscharte hinab. Auf dem davor liegenden Rinderfeld stößt man auf 1750m bei einer Wegtafel auf den Weg Nr. 617 (1:05). Dieser führt in Auf und Ab durch dichten Wald zu einem offenen Steilhang, über den man in vielen Kehren zum Sulzenhals auf 1970m aufsteigt. Hinab ins eigentliche Joch auf 1827m. Dort nach links über freie Hänge zum Schnittlauchmoosboden, wo der Weg Nr. 614 zum P an der Bachlalm ausläuft (2:00).

  • Der Hohe Dachstein ist höchster Berg in den Dachsteinbergen. Die genaue Höhe beträgt 2995.01m (am KT-Stein, dem Katastertriangulierstein, gemessen 1977). Der Fuß des Gipfelkreuzes liegt bei 2994.50 m, das Kreuz ist 5.50m hoch.
    Die Schartenhöhe von 2136 Metern (über Eben im Pongau; relativ mehr als 71 Prozent) und Entfernung zum nächst höheren Berg (Großer Hafner) von fast 48 Kilometern ist Kennzeichen eines der bedeutenden Berge des Kontinents.
  • Der Zentralteil der Gebirgsgruppe mit den Hauptgipfeln Torstein (s. oberstes Bild), Mitterspitz (s. zweites Bild) und Hoher Dachstein fällt mit einer gewaltigen, über achthundert Meter hohen und an die vier Kilometer breiten Wandflucht gegen Süden ab. Auf dem oberen Teil des kaum geneigten Plateaus trägt er drei große Eisfelder: Großer Gosaugletscher, Hallstädter Gletscher und Schladminger Gletscher.
  • Ein erheblich kürzerer Anstieg auf den Hohen Dachstein bietet sich aus Südosten von der Bergstation der Dachstein-Südwandbahn. Von dort zur Nordostflanke, wo allerdings ein ggf. sehr unangenehmer Bergschrund zu überwinden bleibt. Über diese Nordostflanke oder den sog. Schulteranstieg (Steiganlagen, Sicherungen) in 1:45 auf den Gipfel. Abstieg dann über den oben beschriebenen Westgrat auf den Gr. Gosaugletscher und über die Steinerscharte (2722m, Steiganlagen) und den Hallstädter Gletscher zurück zur Bergstation (3:00). Der mäßig ausgesetzte Klettersteig über den Westgrat ist fast durchgängig mit Fixseilen, Stiften und künstlichen Tritten versehen. Die stets abfallenden Bandstrukturen dürften den Steig bei ungünstigem Schnee oder Vereisung jedoch heikel werden lassen.
  • Das Windlegerkar ist mit seinem feinen, gleichkörnigem Geröll nur für den Abstieg zu empfehlen.
  • Die meisten der beschriebenen Wegeabschnitte - von Gletscher und Westgrat abgesehen - sind mit unzähligen Höhenverlusten verbunden. Von der Bachlalm zum Gipfel sind es damit mindestens 1900, eher 2000 Höhenmeter. Da der Dachstein verkarstet ist, trifft man nur selten auf Wasser.
  • Auf dem Gr. Gosaugletscher ist nur die begangene Route am Fuße der Schneebergwand ratsam. Die übrigen Flächen zeigten Anfang Juli bereits Spalten.
  • Siehe a. Tour 709, Großer Donnerkogel und Tour 1217, Hoher Gjaidstein.
  • Der Tour ging am Vortag ein Fehlversuch voraus: Anfahrt von Filzmoos über Mautstraße (Hoferalmstraße) bis zum P an der Unterhofalm (ca. 1260m).
    Von dort über einen Wanderweg bis zum Hinweisschild "Linzer Weg" hinter dem nahen Almsee. Links ab, über schmalen Pfad durch Wald ehe man auf eine Forststraße stößt. Kurz über diese Straße, bis die Markierung nach links wegführt. Durch lichten Wald bis zum Rinderfeld (Hochweide zwischen Karsthügeln), wo man auf den Linzer Weg (Nr. 601) trifft. Hier rechts ab, bis bei einer Wegtafel auf 1750m der Weg 617 abzweigt (1:20). Weiter über Weg 601 zur Reißgangscharte, Richtung Adamekhütte. Abbruch wegen Gewitter.
    Abstieg wie Aufstieg (0:40).
  • Die Windlücke findet man auch als Windlucke geschrieben.
  • Tour alleine begangen.

 

  • Komplette Wegstrecke (erster Tag 12.4 Kilometer, zweiter Tag 9.9 Kilometer) zum Download als GPX-Datei.

 

Fotos: Thehighrisepages.de

Torstein-Gipfelwand im Detail.

Torstein-Gipfelwand

Die Südwand des Hohen Dachstein im Detail.

Hoher Dachstein, Südwand

 

   

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