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Tour 303 - Vordere und Hintere Karlspitze, Hintere Goinger Halt, Stripsenkopf, Regalpwand

Tirol Kaisergebirge Wilder Kaiser

Bergtour Route Wochenbrunner Alm - Gruttenhütte - Ellmauer Tor - Karlspitzen über O-Wand (II) auf und ab - Ellmauer Tor - Hintere Goinger Halt über W-Wand (I) auf und ab - Steinerne Rinne - Stripsenjochhaus - Stripsenkopf über S-Rücken auf und ab - Stripsenjochhaus - Fritz-Pflaum-Hütte - Kleines Törl - Regalpwand über S-Wand (II) auf und ab - Gaudeamushütte - Wochenbrunner Alm Gesamtaufstiegshöhe (m) 2850 Tage 3 Verhältnisse herbstlich gut

Name Max
(m)
Min
(m)
Aufstiegs-
höhe (m)
 Aufstiegs-
zeit (h)
 Schwierig-
keit [1]
 Prominenz
(m) 
[2]
 Dominanz
(m) 
[3]
Eigenstän-
digkeit
 [4]
Gruttenhütte 1620 1085 540 1:20 BW1 - - -
Vordere Karlspitze 2260 1620 640 2:25 BW3 45 250 5
Hintere Karlspitze 2281 2220 70 0:25 BW3 223 1030 3
Hintere Goinger Halt 2192 2002 190 1:00 BW3 57 320 5
Stripsenjochhaus 1577 1450 130 2:30 BW3 - - -
Stripsenkopf 1807 1577 230 0:30 BW1 180 1110 4
Regalpwand 2227 1186 1050 4:20 BW3 32 120 5
Vordere Karlspitze

Die Vordere Karlspitze vor dem Profil des Alpenhauptkammes.

Hintere Goinger Halt

Hintere Goinger Halt (rechts) von der Hinteren Karlspitze aus.

 

Karlspitzen

Hintere Goinger Halt: Blick auf Vordere (links) und Hintere Karlspitze (rechts). Der beschriebene Aufstieg führt von links unten nach rechts oben durch die zentrale Flanke.

Blick auf die Regalpwand. Mitte rechts die markante Scharte Kleines Törl mit der Anstiegsrinne, darunter das Griesener Kar.

Regalpwand

 

Am Stripsenkopf

Rückblick beim Tavonarokreuz am Weg zum Stripsenkopf auf die Wände von Fleischbank (Mitte) und Predigtstuhl (links über dem Kreuz).

 

Ellmauer Halt

In den Südwänden beim Anstieg zur Regalpwand: Treffauer (links) und Ellmauer Halt (Mitte).

 

Regalpwand

Unter der Regalpwand.

 

An der Regalpwand

Blick von der Regalpwand übers Griesener Kar nach Westen. Über den Wolken scheint der Gipfel der Ellmauer Halt zu schweben, rechts davor stehen Vordere und Hintere Goinger Halt.

 

Blick von der Wochenbrunner Alm

Der südliche Zugang zum Ellmauer Tor wie er sich aus Südosten oberhalb der Gaudeamushütte zeigt. Mitte rechts die Vordere Karlspitze, darunter das Ellmauer Tor.


Wilder Kaiser von Süden

Winteraufnahme: Treffauer (links), Ellmauer Halt (Mitte) und Vordere Karlspitze (rechts). Ganz rechts ist das Ellmauer Tor zu erkennen.

Vordere Karlspitze und Ellmauer Tor.

Vordere Karlspitze und Ellmauer Tor

 

Anfahrt von Westen aus dem Inntal über Kufstein, von Osten über St. Johann in Tirol nach Ellmau. Dort auf kurzer Stichstraße nach Norden zum P an der Wochenbrunner Alm auf 1085m (s.a. Bing Maps, Wetter bei weather.com).

1. Tag
Vom geräumigen P über bez. Wanderweg durch Wald zur Gruttenhütte auf 1620m (1:20).

2. Tag
Über den Jubiläumssteig zum Ellmauer Tor, dem großen Sattel im Herzen des Wilden Kaiser: Zu Beginn im Auf und Ab durch eine zerrissene, abschnittsweise etwas ausgesetzte Erosionsflanke, das Wilde Gschloss (Drahtseilsicherungen). Wo man auf den Weg von der Gaudeamushütte stößt nach links. Darauf durchs schuttreiche Kübelkar höher bis zur Sattelhöhe auf 2002m, dem Ellmauer Tor.
Am Scheitel links ab zur schrofigen Ostwand der Karlspitzen: erst über gutgriffigen Fels (II) zu einem Geröllfeld (meist unter Firn, s. zweites Bild v.o.) in der zentralen Wand. Den deutlichen Steigspuren nach bis zur rechten Wandbegrenzung queren. In der ersten von zwei Rinnen (II) aufwärts gegen einen großen dreieckigen Dachüberhang (das Bügeleisen) unter dem man auf ansteigenden Bändern nach links quert. Den Verbindungsgrat erreicht man durch eine gut gestufte Rinne nördlich der tiefsten Einschartung (2220m) zwischen den Karlspitzen. Nach links über den festen Grat (I) auf die nahe Vordere Karlspitze (2:25).
Zurück zur Scharte 2220m und über die jenseitige Gratschneide (I) auf die höhere Hintere Karlspitze (0:25, Steinmann).
Zurück zur Scharte 2220m und hinab zu den Karrenfeldern am Ellmauer Tor (0:25).
Auf die gegenüberliegende Hintere Goinger Halt geht es erst über Schutt zum grasbewachsenen Flankenfuß und dann nach links zu einer kurzen Rinne (Drahtseilsicherung). Darüber führt der Bergsteig in engen Kehren mittelsteil auf den bewachsenen Verbindungsgrat Hintere-/Vordere Goinger Halt. Man bleibt knapp unterhalb der Schneide und gelangt links ansteigend über eine gut gestaffelte Felsstufenpassage (I) zum Kreuz auf dem regelmäßig sehr belebten Gipfelchen (0:35).
Zurück zum Ellmauer Tor.
Nun nach rechts weiter, nordwärts, von senkrechten Wandfluchten eingefangen. Über meist blanke Felsbänke, zunehmend steiler und durch künstliche Stufen gut entschärft, geht es die Steinerne Rinne hinab. Zuunterst, zwischen den berühmten Felsfluchten von Fleischbank und Predigtstuhl hindurch, gelangt man zum Eggersteig, der sich nach links durch die plattigen Felsen am Fuß des Fleischbank-Nordgrates schneidet und hinaus ins oberste Kaiserbachtal führt. Dort stößt man bei ca. 1450m auf den Weg von der Grieseneralm zum Stripsenjochhaus. Auf ihm nach links in steilen Kehren zum Stripsenjochhaus auf 1577m (2:30).
Zum nahen Stripsenkopf, einem steilen Felskopf im Latschenwald führt ein einfacher Bergpfad (1:00 hin und zurück).

3. Tag
Wieder ins Kaiserbachtal hinab und bis zur beschilderten Verzweigung auf 1186m. Dort nach rechts zur Fritz-Pflaum-Hütte (Selbstversorger). An der Hütte und den steilen Felszacken des Kleinkaiser zur Rechten vorbei geht es ins schattige nordseitige Griesener Kar (s. drittes Bild v.o.). Stirnseitig im Süden steigt knapp rechts neben einem Felspfeiler eine steile Rinne auf durch die man, entschärft durch einige Eisenstifte und Fixseile, ins niedrigste Joch (Kleines Törl, 2111m) gelangt. Jenseits führt der Gildensteig weiter. Auf diesem ein paar Schritte nach links bis man auf einem schmalen Grasrücken an einer Gedenktafel eine Wegverzweigung erreicht. Nun links zu den nahen Schrofen hinauf. Dort durch eine markierte Rinne zu einer geneigten, grasdurchsetzten Schrofenterrasse hoch. In gleicher Richtung weiter über kurze blockige Felsstufen und Rinnen bis zur Scharte nordwestlich des nahen Gipfels. Von hier über die Schlüsselstelle, dem senkrechten Wandl (II). Darüber folgen leichte Felsen bis zum nahen, höchsten Felszahn der Regalpwand (4:20).
Zurück zur Gedenktafel und nach links über den weiteren Gildensteig. Dieser führt teilweise steil und etwas ausgesetzt über felsdurchsetzte Hänge (auf Wildtiere wegen Steinschlaggefahr achten) und Schrofen am Aussichtspunkt der Wildererkanzel vorbei nach Süden zum Baumgartenköpfl. Nach rechts hinab, im Zickzack über Grashänge bis zur Gaudeamushütte und flach weiter zur Wochenbrunner Alm (2:30).

  • Sämtliche höher gelegenen Tourenabschnitte führen durch äußerst beeindruckendes Gelände Besonders empfehlenswert. Alleine das Ellmauer Tor und die Steinerne Rinne sind die Anreise wert. Folglich eine gut besuchte Gegend.
  • Stets guter Fels. Am Aufstieg auf die Hintere Goinger Halt äußerst häufig begangen, daher stark abgegriffen und bei Nässe gewiss unangenehm.
  • Die steile Ostflanke der Karlspitzen ist steinschlaggefährdet.
  • Regalp... findet sich oft auch als Regalm... z.B. in Regalmwand.

 

  • Komplette Wegstrecke (Gruttenhütte 2.7 Kilometer, Karlspitzen bis Stripsenjochhaus 8.2 Kilometer, Stripsenkopf hin und zurück 1.4 Kilometer, Regalpwand bis Wochenbrunner Alm 10.1 Kilometer) zum Download als GPX-Datei.
  • S. a. Winterpanorama Wilder Kaiser.

 

Fotos: Thehighrisepages.de

Der frühsommerliche Wilde Kaiser von Treffauer (links) über das Ellmauer Tor bis Maukspitze (ganz rechts).

Wilder Kaiser

Das Ellmauer Tor im Detail.

Ellmauer Tor

 

   

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