Tour 285 - Hoher Riffler
Tirol Verwallgruppe Rifflergruppe
Bergtour Route Pettneu-Waldparkplatz - Malfontal - Jacobstal -
Edmund-Graf-Hütte - Hoher Riffler über SW-Flanke (Stelle II+) auf und
ab - Kleiner Riffler über O-Grat auf und ab Gesamtaufstiegshöhe (m)
1980 Tage 2 Verhältnisse
sommerlich, im Nebel, leichter Schneefall
| Name |
Max
(m) |
Min
(m) |
Aufstiegs-
höhe (m) |
Aufstiegs-
zeit (h) |
Schwierig-
keit [1] |
Prominenz
(m) [2] |
Dominanz
(m) [3] |
Eigenstän-
digkeit [4] |
| Edmund-Graf-Hütte |
2408 |
1220 |
1190 |
2:45 |
BW1 |
- |
- |
- |
| Hoher Riffler |
3168 |
2408 |
760 |
2:05 |
BW3 |
1341 |
23500 |
1 |
| Kleiner Riffler |
3014 |
2985 |
30 |
0:20 |
BW3 |
29 |
220 |
5 |
|
| Anfahrt aus Westen über den
Arlbergpass, aus Osten über Landeck im Inntal, nach Pettneu
im Stanzer Tal. P südlich der Eisenbahn- und Autobahnunterführung am Waldrand
zum Eingang ins Malfontal (s.a. Google
Maps, Wetter bei weather.com). 1. Tag
Vom P dem Forstweg nach durch dichten Wald nach Süden tiefer in die Talkerbe des
Malfontals. Der Fahrweg führt zunächst rechts des Baches, dann nach links wechselnd
durch den Talgrund, unterwegs an der Vorderen Malfonalpe vorbei (Jausenstation),
ehe man nach vereinzelten Kehren unter den Ausgang des von links, Osten, einmündenden Jacobstals
angelangt. Nun führt ein bez. Bergpfad rechts eines Bächleins über wild bewegte,
steilere und felsdurchsetzte Gras- und Strauchhänge höher, ehe es der Edmund-Graf-Hütte
zu durch eine flachere Talmulde geht. Zuletzt in einigen steileren Kehren nach links zur
Hütte auf 2408m empor (2:45). |
  Gesamt- und Detailansicht aus Nordwesten
vom Bergleskopf in den Lechtaler Alpen.

Fotos: Thehighrisepages.de |
2. Tag
Von der Hütte nach Norden, dem bez. Wanderweg folgend über Gras, später Blockwerk und
Schutt, ehe man auf einen breiten, gipfelwärts nach Nordosten streichenden Rücken
gelangt. Nun etwas in der jenseitigen Flanke weiter und allmählich über gröberes
Geröll in die große Mulde (ggf. Firnfeld) vor dem Sattel zwischen dem steil
emporragenden Blankahorn (3129m), rechts, und Hoher Riffler,
links. Die Schutt- und Geröllmulde bis hinauf in den Sattel, der nach links in den Firn
des nordwärts abfallenden Pettneuer Ferner über geht. Am Rande über Firn an
die mittelsteil emporsteigende Südwestflanke und über sie (grobes Blockwerk) zum
Vermessungspunkt mit Gipfelstange (2:05). Durch einen markanten Gratspalt hinab (II+)
erreicht man nördlich gegenüber den um 2m höheren Gipfelpunkt mit Kreuz und Buch.
Abstieg: Zurück zum Sattel vor dem Blankahorn. Wenn man den Nebengipfel Kleiner
Riffler mitnehmen möchte, nun nicht direkt über die große Mulde nach
Südwesten hinab, sondern nach Westen, den begleitenden, flachen Felskamm über
Klemmblöcke entlang zum höchsten Punkt (0:20).
Von dort wieder kurz zurück und an geeigneter Stelle in die wenig niedrigere große
Mulde. Zur Hütte wie auf dem Anstiegswege (1:15), ins Tal in
2:00.
- Breite, teils vergletscherte Felspyramide, fällt mit beinahe 2000m hoher Flanke nach
Norden ins Stanzer Tal ab. Höchster Berg der Verwallgruppe. Irrtümlicherweise findet man
häufiger auch die 12km weiter im Südwesten gelegene Küchlspitze, 3148m, als
höchsten Berg im Verwall.
- Während der verhältnismäßig wenig beachtete Hohe Riffler mit einer Eigenständigkeit von 1 einer der orografisch bedeutendsten
Alpenberge ist - der nächst höhere Berg findet sich mit der Stammerspitz, im
Nordwesten des Muttler, erst in 23.5 Kilometer Entfernung
und das Zeinisjoch als relevante Verbindungsscharte wird um 1341 Meter überragt
-, handelt es sich beim Kleinen Riffler um einen gerade noch zählbaren Nebengipfel.
- Die Ersteigung des Blankahorn über dessen felsigen Nordgrat (II) fiel Nebel und
Schneefall zum Opfer.
- Einfache Wegstrecke (Hütte 6.3 Kilometer, Hoher Riffler 2.4 Kilometer,
Kleiner Riffler 0.6 Kilometer) zum Download als GPX-Datei.
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