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Tour 1082 - Weißwandspitze / Parete Bianca, Hoher Zahn / Dente Alto

Südtirol / Alto Adige Stubaier Alpen / Alpi dello Stubai Hochstubai

Bergtour Route Stein (Innerpflersch) - Ochsenalm - Magdeburger Hütte - Weißwandspitze  über obersten S-Grat (Stellen I) auf und ab - Hoher Zahn über W-Flanke auf und O-Rücken ab - Tribulaunhütte - Stein (Innerpflersch) Gesamtaufstiegshöhe (m) 1770 Tage 1 Verhältnisse sommerlich

Name Max
(m)
Min
(m)
Aufstiegs-
höhe (m)
 Aufstiegs-
zeit (h)
 Schwierig-
keit [1]
 Prominenz
(m)
[2]
 Dominanz
(m)
[3]
Eigenstän-
digkeit
[4]
Weißwandspitze 3017 1375 1690 4:45 G1 134 2900 3
Hoher Zahn 2924 2845 80 0:40 BW1 79 400 4

Ochsenalm

Vor der Ochsenalm.

 

Aglsspitze / Cima dell'Accla und Schneespitze / Monte della Neve

Rückblick auf Aglsspitze / Cima dell'Accla (Mitte links) und Schneespitze / Monte della Neve (rechts) oberhalb der Magdeburger Hütte am Weg in die Schafflecke.

 

Pflerscher Tribulaun

Gschnitzer Tribulaun (2946m, Mitte links) und Pflerscher Tribulaun (3097m, Mitte rechts) vor der Kulisse der Zillertaler Alpen. Den Mittelgrund nimmt der Hohe Zahn ein.

 

An der Weißwandspitze

Aussicht im WSW an der Weißwandspitze: Aglsspitze (links), Magdeburger Scharte, Westlicher Feuerstein (Mitte), Östlicher Feuerstein (Mitte rechts, darunter duckt sich die gleichfalls dunkle Schneespitze) und Wilder Freiger (rechts).

 

Hoher Zahn

Zurück auf dem großen Band durch die Weißwandspitze-Südostwand: Hoher Zahn (Mitte) und Pflerscher Tribulaun (rechts dahinter).

 

Weißwandspitze

Am Hohen Zahn:
Weißwandspitze,
Gschnitzer Tribulaun (links) und Pflerscher Tribulaun (rechts).

Gschnitzer Tribulaun und Pflerscher Tribulaun

 

Pflerscher Tribulaun

Der Pflerscher Tribulaun am Weg oberhalb der Tribulaunhütte.

 

Tribulaunhütte und Sandessee

Bei der Tribulaunhütte am Sandessee / Lago Sandes.

 

Beim Marterl am Weg unterhalb der Hütte:

Beim Hüttenabstieg

Blick hinein ins innerste Pflerschtal mit Äußerer Hocheck (links), Lorenzspitze (Mitte) und Aglsspitze (Mitte rechts).

 

Anfahrt, aus Norden vom Brenner / Brennero, aus Süden von Sterzing / Vipiteno, nach Gossensaß / Colle Isarco. Dort Richtung Westen ins Pflerschtal / Val di Fleres. P hinter Innerpflersch (St. Anton) / Fleres di Dentro (S. Antonio) bei Hinterstein auf etwa 1375m oder - zeitweise zufahrtsbeschränkt - auf 1470m (s.a. Bing Maps, Wetter bei weather.com).

Zwischen den letzten beiden P sind etwa 100 Meter zu überwinden 0:10. Vom letzten P über den Steg ans rechte Ufer des Pflerschbach. Dort im dichten Wald auf Weg Nr. 6 leicht ansteigend taleinwärts entlang, den Abzweig von Weg Nr. 8 Richtung Tribulaunhütte / Rifugio Calciati al Tribulaun auslassend (0:15), dann wechselnd durch Wald und Wiesen mäßig steigend weiter bis man nach 0:35 die tiefer links liegende Ochsenalm passiert hat. Darauf ist eine weit über 500 Meter hohe Talstufe zu überwinden: Zunächst geht es, im Sichtbereich der Materialseilbahn zur Magdeburger Hütte / Rifugio Cremona alla Stua, allmählich steiler näher an die rechte Talflanke. In der Flanke, neben einem enorm hohen, vom Hochalmbach durchbrausten Tobel, führt der teils stufig ausgelegte Steig steil zwischen Strauchwerk und Latschen höher, an der auf 2116m liegenden Schafhütte vorbei und schließlich durch Grashänge auf die aussichtsreiche Talschwelle, hinter der sich Stubensee und Hütte verstecken. Den Abzweig von Querweg Nr. 7, kurz vor der Hütte, hat man nach 1:45 erreicht.
Diesem rechts, ostwärts, folgend, mit etwa 40 Meter Verlust um einen mächtigen Schrofenvorbau herum um danach in einen eindrücklich öden, geröllerfüllten Bergkessel, die Schafflecke, zu gelangen. In diesem beständig höher, zunächst mittig nordwärts, ehe es in die rechte Steilflanke (dem westlichen Bergfuß der Weißwandspitze) geht. Hier über grobe Blöcke höher (teils stufig ausgelegt), dann rechts haltend über eine Plattenzone (Drahtseile, Klammern) hinweg. Darüber klettert der Pfad in Kehren eine steile begrünte Kante an bevor es flacher in reines Felsgelände (Kalk) geht. Nach 1:35 ist der Abzweig zum Gipfel der Weißwandspitze, am obersten Südgrat auf etwa 2880m gelegen, erreicht. Hier links empor, zunächst in wenigen längeren Kehren (Steinmännchen), dann nahe an der steilen Gratkante (Stellen I). Nach 0:25 steht man am Gipfelkamm und -kreuz.
Darunter am Weg ist man wieder nach 0:15. Nun auf einem mächtigen, horizontalen Band in der Südostwand weiter ehe es in eine erste Einschartung geht. Ein kleines Felstürmchen passiert man links, nordseitig, dann folgt ein sanfter Schuttsattel auf etwa 2845m. Aus diesem auf gutem Steig (länger treppengleich ausgelegt) bis fast zum höchsten Punkt der runden, jedoch recht steilen Kuppe des Hohen Zahn. Wenige Schritte auf deutlicher Steigspur führen zum kleinen Behelfskreuz (0:25). Zurück zum nahen Weg, dann geht es zunächst ostwärts hinab auf einen ausgedehnten, flachen Rücken um von diesem nordwärts auf einen niedrigen Absatz mit ausgedehnten Gletscherschliffbänken zu wechseln. Steinmännchen weisen den Weg zum nördlicher verlaufenden Grat, dem man ein Stück weit folgt bevor es rechts hinab in die Tiefe des hintersten Bergkessels unter Pflerscher Pinggl, Sandesjöchl und Goldkappl geht. Am Kesselboden angekommen flacher weiter an die am Sandessee / Lago Sandes liegende Tribulaunhütte auf 2368m (1:15).
Nach der Hütte folgt man zunächst dem Weg Nr. 7 südostwärts weiter, um ihn dann am Fuße der ungeheuerlich hohen Felspfeiler des Pflerscher Tribulaun nach rechts hinab zu verlassen. Nun auf Weg Nr. 8 südwestwärts, bald steiler, die enorm hohe Talflanke hinab, zunächst durch Grashänge, dann Strauchwerk. Unterwegs passiert man auf gut 2010m an einem Marterl einen reizenden Aussichtspunkt auf einem vorgeschobenen Sporn, tiefer dann einen Wasserfall, bevor man länger in zahllosen Kehren durch zunehmend dichteren Wald absteigt. Am Weg Nr. 6 im Talgrund ist man wieder nach 1:45, am ersten P nach 0:15, am zweiten nach 0:10.

  • Das Pflerschtal zeigt sich von außergewöhnlich hohen, steilen Flanken begrenzt. Während die Nordflanke durch die hier am Alpenhauptkamm unerwartet auftauchenden, enorm steilen Kalkgipfel der Tribulaune beherrscht wird, besticht der hochalpine Talschluss durch eine von zahlreichen Sturzbächen durchbrauste hohe Steilstufe über der sich die Zunge des Feuersteinferner ausbreitet.
  • Landschaftlich außerordentlich reizvolles und abwechslungsreiches Tourengelände Besonders empfehlenswert. Bereits ein Besuch der an einem See liegenden Tribulaunhütte kann lohnen. Der wilde Bergkessel um die Hütte wird im Nordosten von den geradezu senkrecht in den Himmel schießenden, enorm hohen Pfeilern der Kalkfelsburg des Pflerscher Tribulaun (3097m) beherrscht, gegenüber steht mit dem Hohen Zahn ein äußerst lohnender und angenehm zu erreichender Gipfel mit vielgestaltiger Aussicht bis in die Dolomiten. Die andersartige, aber für den Alpenhauptkamm eher typische Umgebung der Magdeburger Hütte (auch mit Schneespitzhütte bezeichnet) steht dem nicht nach und ist ähnlich begeisternd wie die der nördlich benachbarten Bremer Hütte (vergl. Tour 559 zum Östlichen Feuerstein).
  • Verblüffend viele Wegpassagen auf dieser Tour sind plattig ausgelegt, was bei der Länge der Tour eine spürbare Erleichterung bringt.
  • Die hier berührte "italienische" Tribulaunhütte (Rifugio Calciati al Tribulaun) ist nicht zu verwechseln mit der keine zweieinhalb Kilometer Luftlinie entfernten, gleichnamigen, aber auf Nordtiroler Seite gelegenen Hütte.
  • Die Aglsspitze findet man auch als Agglsspitze geschrieben.

 

  • Gesamte Wegstrecke (Anstieg bis Weißwandspitze 6.9 Kilometer, Abstieg 8.7 Kilometer) zum Download als GPX-Datei.

 

Fotos: Thehighrisepages.de

Blick talauswärts über Innerpflersch (St. Anton, vorne). Vor dem Talausgang erkennt man die Brenner-Autobahn.

Innerpflersch

Weißwandspitze (links) und Hoher Zahn (rechts) aus Süden von der Wetterspitze. Bestens erkennbar zeigt sich das mächtige, mit Altschnee gefüllte Band in der Südostwand der Weißwandspitze.

Weißwandspitze und Hoher Zahn

                   

 

   

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