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Tour 1044 - Seelakopf, Schlierekopf

Tirol Lechtaler Alpen Rudigergruppe

Bergtour Route Namlos - Engelspitze über W-Grat auf und O-Grat ab - Seelakopf über SW-Grat (Stelle I-) auf und ab - Schlierekopf über Schlierejoch und N-Grat auf und ab Gesamtaufstiegshöhe (m) 1200 Tage 1 Verhältnisse herbstlich

Name Max
(m)
Min
(m)
Aufstiegs-
höhe (m)
 Aufstiegs-
zeit (h)
 Schwierig-
keit [1]
 Prominenz
(m)
[2]
 Dominanz
(m)
[3]
Eigenstän-
digkeit
[4]
Engelspitze 2291 1260 1040 2:05 BW1 11 570 6
Seelakopf 2368 2280 90 0:20 BW1 197 2500 3
Schlierekopf 2290 2223 70 0:40 BW1 67 470 4

Namloser Wetterspitze

Die Namloser Wetterspitze von der Engelspitze.

 

Knittelkarspitze

Am Seelakopf angekommen: Blick zur Knittelkarspitze.

Knittelkarspitze

 

Gipfelblick gegen Südwesten

Gipfelblick gegen Südwesten übers Kelmer Kar. Im Mittelgrund findet man links den überschrittenen Grat, rechts darunter in der Sonne den Kalten Stein.

 

Kreuzspitzkamm

Der Kreuzspitzkamm vom Seelakopf.

 

Thaneller

Blick nach Norden zum Thaneller.

 

Tannheimer Berge

Die Tannheimer Berge von Aggenstein (links) über Rote Flüh und Gimpel (Mitte) bis Köllenspitze (rechts) im Nordwesten. Im Mittelgrund breitet sich die Graskuppe des Galtjoch aus.

 

Hochvogel

Der Hochvogel im Westen.

 


Schlierewand, Seelakopf und Engelspitze

Der Seelakopf (Mitte), flankiert von Schlierewand (links) und Engelspitze (rechts, davor der Kalte Stein), gesehen aus Nordwesten von der Knittelkarspitze. Im Hintergrund breiten sich, jenseits des Inntals, die Stubaier Alpen aus.

 

Anfahrt über Bichlbach (Fernpassbundesstraße) oder Stanzach (Lechtal) nach Namlos. P zwei Kehren oberhalb des Ortes auf etwa 1260m (s.a. Bing Maps, Wetter bei weather.com).

Vom P südostwärts auf markiertem Weg Nr. 152 durch dichten Fichtenwald, bald links unter einem Mobilfunkmast vorbei, zur Lichtung des Amselboden hinauf. Hier flacher über Wiesen weiter und dann in flacher Querung in den mit Strauchwerk bewachsenen Tobel des Engelbach hinein. Gegenüber steigt der steile Wurzelpfad durch den dichten Kesselwald über den unteren Westrücken der Engelspitze höher. Weiter oben lichtet sich allmählich der Fichtenwald und man betritt den etwas flacheren Wiesenabsatz der Eggbergmähder (auch Am Egg) rechts über der oberen Talkerbe des Engelbach. Wieder steiler geht es an Latscheninseln vorbei und schließlich über einen flacheren, schmaleren Graskamm zum vorgeschobenen Gipfelkreuz der Engelspitze auf etwa 2230m (1:55).
Dahinter wenige Schritte hinab und auf steilerem Geröllsteig rechts der Gratschneide in der obersten Grasflanke zum nächsten Grathöcker, der eigentlichen Engelspitze, empor (0:10). Danach flacher, mit nur geringen Gegenaufstiegen über den markanten Kamm weiter, links die Schrofenabbrüche zum Kelmer Kar, rechts höhere Steilwiesen passierend, bis zur letzten Einsattelung vor dem Gipfel des Seelakopf. Hier auf steilerem Schuttsteig zum Graskopf des Vorgipfels und über einen kurzen, schroffen Verbindungsgrat (Stelle I-) zum nördlicheren, höchsten Punkt (0:20).
Abstieg zurück bis vor die eigentliche Engelspitze. Hier bietet sich noch ein wegloser Abstecher zum südlich benachbarten Schlierekopf an. Dazu kann man links unter der Engelspitze vorbei (Grasflanke 40o steil, mit Geröll durchsetzt) zum Wiesensattel des Schlierejoch auf 2223m queren (0:30). Gegenüber dem mit Gras bewachsenen Nordrücken folgend zum höchsten Punkt, den nur ein Vermessungszeichen ziert (0:10).
Am Sattel zurückgekehrt kann man links unter der Engelspitze hindurch über die 40o-steile Grasflanke zum vorgeschobenen Gipfelkreuz auf 2230m queren (0:15). Von dort auf dem Anstiegswege hinab zum P in 1:25.

  • Landschaftlich sehr lohnende Gratwanderung. Nach knapp einer Stunde tritt man aus dem Fichtenwald und steigt auf einem meist freien Grasrücken dem Gipfelkreuz vor der Engelspitze entgegen. Darüber bewegt man sich noch eine halbe Stunde auf einem sehr angenehm begehbaren, aussichtsreichen, flachen Kamm ohne größere Gegenanstiege. Nachdem man zuletzt die schmale Schlüsselstelle des Anstieges passiert hat, steht man am Gipfel des Seelakopf, wo sich ein abwechslungsreicher Ausblick entfaltet: Im Nordwesten stehen hinter dem Reuttener Becken die Tannheimer Berge mit Rote Flüh, Gimpel und Köllenspitze, im Norden der Thaneller, dazwischen ist im Alpenvorland der Forggensee zu entdecken. Im Nordosten ist über den Nachbarbergen von Roter Stein und Loreakopf das Wettersteingebirge mit der Zugspitze zu sehen. Im Südosten zieht sich die beeindruckende Felsmauer der Heiterwand über sieben Kilometer Länge hin, bevor im Südwesten hinter dem Hahntennjoch Gipfel wie Muttekopf und Große Schlenkerspitze ins Auge fallen. Davor steht über dem abgeschiedenen Bergkessel des Dreierkar (auch Treienkar) die schroffe Nordwand der pyramidenförmigen Namloser Wetterspitze, rechts daneben, über enormen, tobelzerfurchten Grasflanken der flache Kreuzspitzkamm. Im Südwesten breiten sich hinter dem Lechtal die Allgäuer Alpen um die herrlichen Gipfelgestalten von Urbeleskarspitze und Hochvogel aus.
  • Der mit Engelspitze zu verstehende P 2291 findet sich erst hinter dem bereits auf etwa 2230m stehenden Gipfelkreuz im Verbindungsgrat zum Seelakopf, genau dort, wo nach rechts, Süden, der breite Verbindungsrücken zum Schlierekopf absinkt. Beim auf 2230m stehenden Gipfelkreuz zweigt lediglich der Verbindungsgrat zum nördlichen Vorgipfel des Kalten Stein ab, der damit auch das unter der Nordflanke liegende Kelmer Kar einfasst. Weder bei der Anhöhe am Gipfelkreuz noch bei P 2291 handelt es sich um Gipfel, da die Schartendifferenz jeweils nur um die 10 Meter beträgt.
  • Wer die Tour erweitern möchte, kann mit einer Überschreitung den Kalten Stein (Höhe 2145m, Dominanz 430m, Prominenz 40m, Eigenständigkeit 5) mitnehmen: Von Namlos zunächst knapp 3 Kilometer über die Landstraße nach Kelmen (0:40). Dort in Südrichtung auf markiertem Pfad am Karbach entlang rechts durch Wald, weiter oben länger links durch Strauchwerk, ins abgeschiedene Kelmer Kar empor. Am Beginn des Kars hinter der Kelmer-Kar-Alm (1:10) weglos genau gegen Westen über eine steile Grasflanke zum latschenbestandenen Gipfel (0:40). Der Übergang zum vorgeschobenen Gipfelkreuz der Engelspitze folgt dem Verbindungskamm (0:20, vergl. Bild r.u.).
  • Die hier berührten Kämme bestehen aus einigermaßen angenehm begehbarem Hauptdolomit.
  • Bereits hinter dem Ahornboden bleiben Wegmarkierungen aus, die Pfadspur ist jedoch stets gut zu finden.

 

  • Wegstrecken (Namlos bis Kreuz Engelspitze 3.2 Kilometer, Anstieg Seelakopf 1.4 Kilometer, Abstieg über Schlierekopf bis Kreuz Engelspitze 2.2 Kilometer) zum Download als GPX-Datei.

 

Fotos: Thehighrisepages.de

Ausblicke vom vorgelagerten Kalten Stein:
Der Seelakopf mit Westflanke über dem Kelmer Kar. Links findet man die über einen Bergsteig erreichbare Bergschulter des Sandegg.

Seelakopf

Die Engelspitze (Mitte links). Das Gipfelkreuz steht auf der Anhöhe rechts.

Engelspitze

         

 

   

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